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Friedensdemo in Wülfrath will Zeichen gegen Krieg in Ukraine setzen.

Solidaritätsdemonstration in Wülfrath : Friedensdemo will Zeichen gegen Krieg in Ukraine setzen

Der städtischer Bühnenmeister Frithjof Kuhlmann ist Organisator der Demonstration. Sie findet am Aschermittwoch, 2. März, um 16 Uhr auf dem Heumarkt statt.

Immer mehr Menschen wollen gegen den Krieg in der Ukraine ein Zeichen setzen. Nun stellt sich auch Wülfrath in die Reihe der Solidaritätsdemonstrationen. Geplant ist eine Friedensdemo auf dem Heumarkt am Aschermittwoch, zu der mit einer Beteiligung von hundert Personen gerechnet wird. Initiiert hat die Aktion Frithjof Kuhlmann. Als städtischer Bühnenmeister, als Hausmeister der Parkschule und als aktiver Bürger zeichnet er sich für das Gelingen vieler Veranstaltungen vor Ort verantwortlich.

Kuhlmann kam auf die Idee, als er von einem spontanen Zusammentreffen eines ukrainischen Bildungsvereins auf dem Düsseldorfer Schadowplatz vergangenen Donnerstag zu spät erfuhr: „Das habe ich um 16.40 Uhr gelesen und um 17 Uhr sollte es losgehen.“ Deshalb meldete er kurzerhand eine Kundgebung in der Kalkstadt an, obgleich ihm wenige Tage zur Vorbereitung einer Demo immer noch kurz erscheinen. „Der militärische Angriff auf die Ukraine kam so plötzlich.“ Ihm persönlich war es jedoch auch wichtig, noch vor der am Donnerstag beginnenden Passionszeit in Aktion zu treten. So fiel die Wahl auf diesen Mittwoch.

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Inzwischen hat Kuhlmann Kontakt mit den Ratsfraktionen sowie mit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde aufgenommen und schon positive Rückmeldungen zur Beteiligung erhalten. Für das Programm der Demo wurden auch Musiker angefragt. Kuhlmann selbst wird das Lied „Carol of the Bells“ vom ukrainischen Komponisten Mykola Leontovych aus dem Jahr 1914 spielen. In einer nächtlich kreativen Inspiration hat Kuhlmann den Text auf die aktuelle Situation umgedichtet. Diesen wird er vortragen. Zudem möchte er die Abschlussrede von Charlie Chaplin aus dessen Film „Der große Diktator“ rezitieren.

Nachvollziehen kann Kuhlmann, dass viele politische Kommentatoren gerade von einer Zeitenwende sprechen: „Wenn man Kenntnisse von der Geschichte hat, dann fällt auf, wohin sowas überall führen kann. Das lässt mich traurig und auch ängstlich werden.“ Auf einem Plakat, welches er bereits in der Stadt aufgehängt und über die sozialen Medien geteilt hat, versammelt er die Inhalte, die von der lokalen Kundgebung transportiert werden sollen. Kuhlmann ist überzeugt: „Überall in Europa sind Solidaritätsdemonstrationen. Und ich finde es wichtig, dass wir in Wülfrath auch zeigen: 'Liebe Leute in der Ukraine, wir können Euch nicht direkt helfen. Aber wir sind bei Euch. Ihr seid nicht allein.' Schweigen wäre da einfach falsch."

Friedensdemo in Wülfrath, 2. März, um 16 Uhr auf dem Heumarkt. Teilnehmende werden gebeten, medizinische Masken zu tragen.