Feuerwehrmann tritt bei Weltmeisterschaften in China an

Wülfrath : Feuerwehrmann kämpft um Medaillen

Noch bis zum 18. August finden in China die „Olympischen Spiele“ für Polizei, Feuerwehr, Zoll und Justiz statt. Ein Wülfrather ist auch dabei.

Alle zwei Jahre werden die „World Police & Fire Games“ in den weltweiten Metropolen ausgetragen. Dort messen sich die besten Sportler von Polizei, Feuerwehr, Zolls und Justiz in den unterschiedlichsten Disziplinen. Für Tilo Roguszczak ist es mittlerweile die vierte Weltmeisterschaft.

Der 51-jährige Wülfrather ist Hauptbrandmeister in Wuppertal. Zum ersten Mal nahm er 2013 in Belfast teil, das letzte Mal 2017 in Los Angeles. Nun ist Roguszczak in Chengdu, einer 14 Millionen Einwohner-Stadt in Südwest-China. Dort tritt er unter anderem im Schwimmen (Freistil sowie Brust-50 Meter, Einzel und Team) an. „Aus Deutschland sind dieses Jahr wohl an die 40 Kollegen von Feuerwehren, Polizei, BGS, Zoll und Justiz dabei“, schätzt Roguszczak.

Sein Ziel war es, seine Zeiten vom letzten Mal zu halten, erzählt der Feuerwehrmann. Im  Schwimmen, Team Germany Mens 50+ in 4x50 Meter Lagen und Team Germany Mixt 50+ in 4x50 Meter Lagen, reichte es in Chengdu für den Wülfrather sogar für zwei Bronzemedaillen. „Der Lauf im Mixt Team war der Hammer - ein Kopf an Kopf Rennen mit dem Team aus Australien um den zweiten Platz, die am Ende mit nur zwei zehntel Sekunden Vorsprung, die Silbermedaille gewonnen haben“, berichtet Roguszczak aus China. Neben dem Wülfrather bestand das Mixt Team aus einem Polizist aus Hamburg, einem Feuerwehrmann aus Aschaffenburg und einer JVA-Angestellten aus Rheinbach. „Während der Wettkämpfe lernt man auch immer viele neue Leute kennen und baut Kontakte auf“, erklärt Roguszczak.

Vor zwei Jahren machte der Wülfrather auch beim Treppenlauf bei den WPFG in Los Angeles mit. Foto: Tilo Roguszczak

Wie die Olympischen Spiele sind auch die World Police & Fire Games“ mit einer offiziellen Eröffnungsfeier gestartet, bei der die einzelnen Teams und Nationen einziehen. „In diesem Jahr haben wir uns dafür entschieden, dass wir alle die gleichen Hüte tragen“, erzählt der Wülfrather. Dann starteten die unterschiedlichen Wettkämpfe von Angeln über Drachenbootfahren bis hin zum Volleyball. Auch berufsbezogene Wettkämpfe wie beispielsweise der Treppenlauf in Montur gibt es. Einer vorherigen Qualifikation für die einzelnen Sportarten bedarf es meist nicht, nur in einigen Disziplinen wie Boxen oder Karate muss man einen Nachweis erbringen. Ziel der internationalen Spiele sei es, sich im sportlichen Wettkampf zu messen, die Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte zu steigern und natürlich freundschaftliche Verbindungen zu schaffen,  heißt es von Seiten des Vereins German Police and Fire Sports Federation, einem deutschen Ableger des internationalen Vorbilds. Der Verein unterstützt die deutschen Teilnehmer bei den Weltmeisterschaften.

 Seinen nächsten Wettkampf bestreitet Roguszczak am 16. August beim Treppenlauf für Feuerwehrleute im Yintai Center über 53 Etagen. „Ich laufe dort einmal individuell sowie in voller Feuerwehrausrüstung“, berichtet der Wuppertaler Hauptbrandmeister. Die Veranstaltung ist allerdings erst am 16. August. Konkrete Vergleichswerte zu seinem letzten Treppenlauf kann Roguszczak allerdings nicht heranziehen. Denn der ging sogar über 62 Etagen. Damals absolvierte er den Lauf in 18 Minuten.

(isf)
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