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Wülfrath: Feuerwehr freut sich über neuen Wagen

Wülfrath : Feuerwehr freut sich über neuen Wagen

Nach elf Jahren hat das alte Fahrzeug ausgedient. Die Feuerwehr freut sich über den hochmodernen Nachfolger.

Rund ein Jahr hat es gedauert, von der Ausschreibung bis zur Auslieferung und nun endlich steht er da in der strahlenden Oktobersonne: der neue Kommandowagen der freiwilligen Feuerwehr. Ein Volvo XC 60, SUV, 2,5 Liter Hubraum, 250 PS. Die Brandlöscher sind direkt Feuer und Flamme für den schönen Neuwagen. "Ein super Auto", freut sich Sven Salomon, der das Fahrzeug am Vormittag aus Korschenbroich abgeholt hat. "In Korschenbroich sitzt das Unternehmen, das auf Sonderausbauten spezialisiert ist und den Volvo für uns funktionsgerecht umgebaut und beschriftet hat."

50.000 Euro habe das neue Auto inclusive Umbauten gekostet, lässt der erste Kämmerer Reiner Ritsche die Öffentlichkeit bei der offiziellen Schlüsselübergabe wissen. "Es war mit Abstand das günstigste Angebot", erklärt Ritsche. Der erste Wehrleiter, Guido Großmann, erklärt, auf welche Ausstattungsmerkmale ein besonderes Augenmerk gesetzt wurde. "Ganz wichtig war für uns der Allradantrieb und das Automatikgetriebe, denn Schnelligkeit und Wendigkeit sind extrem wichtig für die optimale Funktion des Kommandowagens."

Der Kommandowagen ist ein Dauerbereitschaftsfahrzeug, das permanent genutzt wird. "Der diensthabende Wehrleiter fährt an den Tagen seines Bereitschaftsdienstes ausschließlich mit diesem Auto, auch privat. Kommt es zu einem Alarm, muss er nämlich schnellstmöglich an der Einsatzstelle sein, um sich einen ersten Überblick über die Situation vor Ort machen zu können", erklärt Stadtbrandinspektor Sven Salomon, so kann er schnell das notwendige Personal einschätzen und gegebenenfalls direkt Sonderfahrzeuge anfordern." Kollege Christian Dohle nickt zustimmend. "Oft denken die Bürger, wir würden zum Spaß mit dem Auto herumfahren und wundern sich, dass wir damit zum Einkaufen fahren. Aber wir müssen nun mal immer und sofort reagieren können und nicht selten kommen Einsätze rein, wenn wir gerade beim Einkauf an der Kasse stehen."

Der alte Kommandowagen, ein Audi A6 Avant, hat aber noch lange nicht ausgedient. Zwar ist das rot mittlerweile stark verblasst, aber dafür legt Brandmeister Salomon seine Hand ins Feuer - das Auto ist auch nach elf Jahren noch zuverlässig wie eh und je. "Er wird in einer angemieteten Garage an der Schillerstraße seinen Platz erhalten. In der Nähe wohnen viele unserer Einsatzkräfte, die dann bei nahegelegenen Einsätzen mit dem Audi schnell vor Ort sind." Sobald das Gerätehaus, das an der Düsseler Straße errichtet wird, fertiggestellt ist, wird der alte Kommandowagen ebenfalls dort untergebracht werden. "Ich wünsche Ihnen allen stets gute Fahrt mit dem neuen Auto", sagt Reiner Rische zum Ende seiner kurzen Ansprache. Wehrleiter Sven Salomon hat da gar keine Bedenken. "Nach meiner ersten Fahrt kann ich sagen, man fühlt sich darin extrem sicher, auch bei schnelleren Geschwindigkeiten". Und, das wird alle Beteiligten ebenfalls freuen - der Volvo fährt zu all dem scheinbar auch noch auf Sparflamme. "Ich habe rund 7,6 Liter verbraucht, da kann man doch wirklich nicht meckern."

(dani)