Wülfrath: Energie-Experten informieren im Rathaus

Wülfrath: Energie-Experten informieren im Rathaus

Thomas Bertram und Martin Rabe beraten Bürger rund um die Themen Dämmung, Solaranlagen und neue Heizkessel.

Die Verbraucherzentrale NRW bietet ab Donnerstag, 24. Mai, wieder regelmäßig eine kostenlose Energieberatung im Rathaus an. Experte Thomas Bertram unterstützt bei Fragen rund um Energiesparmaßnahmen, Sanierung, Strom und Heizenergie oder kommunale Fördermittel. Der Düsseldorfer Bertram löst den ehemaligen Energieberater Laszlo Letay ab, der dies seit 2012 in der Kalkstadt angeboten hatte.

Klimamanager Martin Rabe erklärt: "Bei Sanierungsmaßnahmen können leicht Fehler passieren, über die man sich später ärgert." Eine Beratung zu Dämmung, Solaranlagen oder neuen Heizkesseln sei daher sinnvoll. "Vom gesamten Energieverbrauch in der Stadt Wülfrath sind 48 Prozent Verbrauch in Häusern", sagt Rabe. Der Energieverbrauch jedes Bürgers ist demnach relevant. Hinzu kommt, dass "von 4145 Wohngebäuden 3077 vor dem Jahr 1983 errichtet wurden", führt Rabe aus. Energiesparmaßnahmen seien in Wülfrath also ein wichtiges Thema. Die Sprechstunde soll Bürgern aufzeigen, was sie leisten können, um den Verbrauch zu reduzieren, und welche erneuerbaren Energien sinnvoll einzusetzen sind.

Energieberater Thomas Bertram, der staatlich anerkannter Sachberater für Schall- und Wärmeschutz und Architekt ist, kann aufgrund seiner Erfahrung nicht nur theoretische, sondern auch praktische Tipps zur baulichen Umsetzung geben. "Interessierte Bürger können auch ihre Energiekostenabrechnung mitbringen, die dann erläutert wird", so Bertram. Anhand von Statistiken könne verglichen werden, wie der Verbrauch des Bürgers einzuordnen sei. "Wir besprechen auch die weitere Vorgehensweise."

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Neben der sogenannten stationären Beratung im Rathaus bietet die Verbraucherzentrale konkrete Beratung vor Ort im Haus des Interessenten an. Dafür fallen Kosten von 60 Euro an, wie Rabe und Bertram berichten. Ist zum Beispiel die Einrichtung einer Photovoltaikanlage geplant, um Energie von Solarstrom zu beziehen, dann untersucht ein Berater im Haus, welche Fläche nötig ist und welche Kosten anfallen könnten. "Oft entwickelt sich in einer stationären Beratung eine Beratung vor Ort", weiß Bertram. Die Verbraucherzentrale bietet beispielsweise auch eine Feuchtdiagnose im Winter an, um Schimmelbefall zu untersuchen.

"Wir von der Verbraucherzentrale leisten eine unabhängige Beratung", erklärt Bertram. Deshalb könnten sie auch schlichtend bei Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter einschreiten. "Es ist besser in eine Feuchtdiagnose zu investieren, als sich darüber auseinanderzusetzen, wer für den Schimmelbefall aufkommen muss", findet Bertram.

In Wülfrath werden 2018 vor allem die Themen Photovoltaik und E-Mobilität bearbeitet. Mit dieser Anlage können im Idealfall über Solarstrom der Haushaltsstrom und eine E-Ladestation für das Auto bedient werden. Der überschüssige Strom wird an das öffentliche Netz weitergeleitet. Im Herbst komme Heizkesselberatung hinzu, bezüglich Modernisierung und Umstellung. Welche Heiztechnik passt zu welchem Haus? Außerdem sei ein "Lieblingsthema" des Jahres, die Energieberatung alter und gründerzeitlicher Häuser, die es in Wülfrath zahlreich gibt.

(RP)