Wülfrath: Ehrenamtler wollen Zeittunnel-Garantie

Wülfrath : Ehrenamtler wollen Zeittunnel-Garantie

Am Samstag geht der Zeittunnel in die 11. Saison. Noch immer droht die Schließung. Die Helfer wollen endlich eine dauerhafte Sicherung des erdgeschichtlichen Museums.

Veranstaltungen und pädagogische Konzepte: Der Zweiklang des Zeittunnels gilt auch für die neue, die 11. Saison. Am Samstag öffnet das erdgeschichtliche Museum wieder seine Pforten für Führungen, Wanderungen, Ausstellungen und Workshops. Bis zum Ende der Herbstferien am 19. Oktober hat das Museum dienstags bis sonntags geöffnet. Doch trotz der guten Öffnungsnachricht schweben weiter dunkle Wolken über dem Zeittunnel. In diesem Jahr hat die Stadt die weitere Öffnung noch möglich gemacht, die endgültige Schließung kann aber nur ein Dritter verhindern, der sie finanziell unterstützt. Der Kreis, Rheinkalk, private Sponsoren: Nichts ist zwar geklärt, zwei Arbeitsgruppen wollen sich aber um die Angelegenheit kümmern.

Derweil öffnet Zeittunnel-Leiterin Andrea Gellert frohen Mutes das Museum. In den Ferien bietet der Zeittunnel ein Bastelprogramm für Kinder und während der Saison jeden Sonntag um 12 Uhr eine öffentliche Führung an. Am 15. April (14.30-16.30 Uhr) werden Mosaike aus Eierschalen, am 22. April werden (14-16 Uhr) Maipfeifen gebastelt.

Die Höhepunkte Am 11. Juli findet das vierte Klangkonzert mit Silvia Sander im Zeittunnel statt. Sie wird mit ihren Naturtoninstrumenten die besondere Akustik des Zeittunnels zum Klingen bringen und die Besucher zum Entspannen einladen. Das Tunnelflimmern steigt am 29./30. August und am 5./6. September. Am 26. September beteiligt sich der Zeittunnel an der "Museumsnacht im neanderland" mit einem leisen Programm: es geht um "Jäger der Nacht", Eulen und Fledermäuse und Aspekte des Naturschutzes werden Thema sein. Traditionell findet am 3. Oktober das Apfelfest mit Kinderaktionen und der historischen Apfelpresse der Apfelsaft-Manufactur Auer aus Wuppertal statt.

So schön das Programm, so groß die Sorgen der Ehrenamtlichen im Zeittunnel. Die Ehrenamtler, die den Tunnel maßgeblich betreiben, fragen sich, welchen Wert Bildung und Kultur für die Stadt Wülfrath haben. Vor allem die Diskussion um den von der WG maßgeblich angestrebten 500 000-Euro-Umbau des Erbacher Bergs hat zu mehr als nur Irritationen gesorgt. "Hierfür scheint man ausreichend zusätzliches Geld gefunden zu haben, während für die Ausstellung Zeittunnel die finanziellen Mittel gekürzt wurden", heißt es in einem Brief an Bürgermeisterin Claudia Panke. Man leiste ein nicht zu unterschätzendes berechenbares Einsparpotenzial für die Betriebskosten des Zeittunnels, heißt es. "Wir benötigen allerdings eine eindeutige Aussage,von oben', also von Rat und Verwaltung, zur langfristigen finanziell abgesicherten Zukunft dieser bewährten kulturellen Einrichtung." Kultur erfordere nun mal Geld. Deshalb verlangen die Ehrenamtlichen, dass frühzeitig für die nächsten Jahre eine eindeutige Finanzierungszusage des Rates erfolgen müsse.

(RP)