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Drogenkontrolle in Wülfrath: 36-jähriger Pkw-Fahrer aus Wuppertal hatte Marihuana geraucht und im Auto dabei

Kontrolle in Wülfrath : Pkw-Fahrer mit Marihuana erwischt

Die Polizei hat in Wülfrath Drogenkontrollen im Straßenverkehr durchgeführt und ist in mehreren Fällen fündig geworden. Es wurden Führerscheine sichergestellt.

(RP) Zwischen 12 und 16 Uhr hat der Verkehrsdienst der Kreispolizei am Donnerstag Drogenkontrollen in Wülfrath durchgeführt. Die Einsatzkräfte hatten sich dafür den Parkplatz Am Rathaus, unmittelbar an der innerörtlichen Wilhelmstraße (L 403/Hauptverkehrsstraße) als Kontrollort ausgesucht.

Während der Einsatzzeit wurden  laut Polizeibericht nach Vorauswahl insgesamt 45 Autofahrer aus dem fließenden Verkehr gezogen, angehalten und  – unter besonderer Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregelungen zur aktuellen Corona-Situation  – kontrolliert. In sechs Fällen habe sich bei den Kontrollen der konkrete Verdacht eines aktuellen Drogenkonsums vor Fahrtanritt erhärtet. Zur Beweisführung wurde die ärztliche Entnahme einer Blutprobe angeordnet und durchgeführt. Einer der aufgefallenen Fahrer, ein 39-jähriger Renault-Fahrer aus Wuppertal, war zusätzlich zum Drogenverdacht nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis, was zur sofortigen Einleitung eines Strafverfahrens führte.

Trotz aller Gespräche mit der Polizei schien der Beschuldigte den Ernst der Situation zunächst nicht begriffen zu haben, meldet die Polizei. Denn nach der  Entnahme der Blutprobe wollte er die polizeiliche Kontrollstelle am Steuer seines Twingos verlassen. Die  Polizei stellte daraufhin den Fahrzeugschlüssel sicher. Eine besonders auffällig gewordene Fahrerin ließ schon beim Einparken an der Kontrollstelle hohe Zweifel an ihrer Fahrtüchtigkeit aufkommen, da die 35-jährige Wülfratherin eine auffällige Warnbake rammte.

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Die Frau musste ihren Führerschein sofort abgeben. Das Dokument wurde gegen den ausdrücklichen Widerspruch der 35-Jährigen beschlagnahmt.  Der letzte bei dieser Kontrolle überprüfte Fahrzeugführer, ein 36-jähriger Wuppertaler, hatte nach eigenen Angaben erst kurz zuvor Marihuana konsumiert.

Da selbst aus mehreren Metern Entfernung ein deutlicher Geruch von Marihuana feststellbar war, der aus dem Polo des Mannes strömte, wurde der Wagen von der Polizei durchsucht. Dabei fand sich auf der Rücksitzbank ein Plastikbeutel mit zirka 100 Gramm Marihuana.Die Drogen wurden sichergestellt. Zusätzlich zu der Ordnungswidrigkeit (Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln), erwartet den 36-Jährigen eine Strafanzeige wegen Besitzes von illegalen Betäubungsmitteln.

Alle an diesem Tag an Ort und Stelle mit positivem Ergebnis durchgeführten Drogentests ergaben Hinweise auf THC und Amphetamin. Selbst ohne besondere Fahruntüchtigkeiten oder aktuellem Drogenbesitz, bedeutet dies für die Betroffenen schon beim ersten Verstoß mindestens ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro. Im Wiederholungsfall und bei weiteren Fällen steigen die Bußgeldandrohungen auf 1000 und 1500 Euro, die Einträge im Flensburger Zentralregister erhöhen sich bis auf drei Punkte, informiert die Polizei.

Es kann sogar ein dauerhafter Führerscheinentzug drohen. Dies hängt laut Polizei davon ab, wie lange ein Konsum zurückliegt und in welcher Konzentration konsumiert wurde. Zur Beweisführung kann ein ärztliches Gutachten und/oder eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) fällig werden. Attestiere das Gutachten einen chronischen Drogenkonsum, werde der Führerschein mit Sicherheit entzogen, da dem Betroffenen nicht zugetraut wird, Konsum und Teilnahme am Straßenverkehr zu trennen.