Wülfrath: Das neue Abfallkonzept ist startklar

Wülfrath: Das neue Abfallkonzept ist startklar

Der Austausch der 6100 Restmüll- und 1400 Biomüllgefäße in Wülfrath ist nahezu abgeschlossen.

Nachdem bei der Umstellung auf das neue Abfallkonzept in der Vergangenheit nicht alles glatt gelaufen ist, erwarten die Verantwortlichen jetzt keine Hürden mehr. Das ist gestern deutlich geworden beim Pressegespräch im Rathaus mit dem Technischen Dezernenten Martin Barnat, Frank Klatte (Amtsleiter Tiefbauamt), Bianca Goedki von der Abfallberatung sowie Rainer Trabandt und Dirk Sondermann von der Entsorgungsfirma Awista. Tenor: Die Umstellung vom Restmüllsack auf die Tonne zum Stichtag 1. April ist startklar.

Politisch wird der Stadtrat heute in einer Sondersitzung grünes Licht dazu geben. "Wir haben keinen Anlass anzunehmen, dass die Satzungsänderung nicht beschlossen wird", sagte Barnat.

6100 neue Restmüll- sowie 1400 Biotonnen hat die Awista bei den Wülfrathern aufgestellt. Damit ist der Tonnentausch nahezu abgeschlossen. Die gut 40 noch fehlenden Abfallgefäße werden in diesen Tagen nachgeliefert. "Die Müllsackabfuhr wird in diesem Monat eingestellt", betonte Tiefbauamts-Leiter Klatte. Lediglich zwei Dutzend Ausnahmeanträge seien gestellt werden, hauptsächlich im Bereich der Innenstadt. Ziel ist, auch hier eine Lösung per Tonnenleerung über Abfallgemeinschaften zu finden. Gleichwohl sei es möglich, erklärte Klatte, zusätzlichen Müll, etwa nach einer Party, über den Restmüllsack zu entsorgen.

Konzept

Beim neuen Abfallkonzept 2018 plus hat der Abfallsack ausgedient. Zudem wird dann generell der 14-tägige Abfuhr-Modus im gesamten Stadtgebiet eingeführt, so wie das in den umliegenden Städten üblich ist. Sechs Müllabfuhrbezirke wird es geben. Diese sowie die Termine der Abfuhr sind im neuen Umwelt- und Abfallkalender 2018 aufgelistet. Der 14-tägige Abfuhr-Rhythmus gilt für alle Tonnen: Restmüll, Papier, Bio, Gelb. Ausnahme: Größere Restmüllcontainer für Wohnanlagen, erkennbar an den vier Rädern, werden auf Wunsch des Eigentümers auch wöchentlich geleert.

Sperrmüll

Von April an wird Sperrgut ohne Marken und eine gesonderte Gebühr nach einer telefonischen Anmeldung bei der Awista (0211/83099160) oder per E-Mail (www.sperrmuell.awistalogistik.de) und direkter Terminvergabe abgeholt.

Hotline und Online-Anmeldung will das Entsorgungsunternehmen ab morgen, Mittwoch, für die Nutzer freischalten.

SCHLAUE MÜLLTONNEN

Die neuen Abfallgefäße sind mit einem Chip versehen. Das Ident-System zeigt, wann und wo die Tonne geleert wurde, und es informiert den Fahrer, ob sie zur richtigen Adresse gehört: Das Müllgefäß ist angemeldet und bezahlt. Falls dies nicht der Fall sein sollte, wird der Behälter vom Fahrzeug nicht geleert. Das bringt Kontrolle am Straßenrand und sorgt für mehr Gebührengerechtigkeit.

Wie Awista-Geschäftsführer Trabandt versichert, wird das Gewicht der Mülltonne aber nicht erfasst.

(RP)