1. NRW
  2. Städte
  3. Wülfrath

Corona-Krise: Wülfrather Schüler lernen per App und Lernplattform von Zuhause

Schule in Zeiten des Coronavirus : Per Mausklick von zu Hause aus lernen

Die Schulen sind erst einmal geschlossen. Gelernt wird nun zu Hause, via Plattform und App.

Wo sich für gewöhnlich viele hundert Menschen tummeln und es immer zugeht wie in einem gut sortierten Bienenstock, sitzen derzeit Schulleiter Joachim Busch mit seiner Stellvertreterin Stefanie Reuter, einer Assistentin sowie dem Hausmeister. Das Gymnasium ist geschlossen. Kinder, deren Eltern in einem derzeit unverzichtbaren Funktionsbereich arbeiten, können die Not-Betreuung in Anspruch nehmen. Der Präsenzunterricht allerdings ist gestoppt. Also müssen kreative Ideen her, den Schülern Lehrstoff zu vermitteln.

„Ganz unvorbereitet trifft uns das nicht“, berichtet Stefanie Reuter. Seit 2013 wird Bildung digital vermittelt, eine der zentralen Anlaufstellen dabei ist Logineo. „Wir versuchen alle Betroffenen dabei zu unterstützen, wie Lernen trotz Corona funktionieren könnte.“ Die Hilfeleistung ist gefragt, wie die rasant wachsende Zahl von Zugriffen auf diese Website zeigt – zeitweise geht gar nichts. Der Informationsbedarf bei Eltern, Schülern und Lehrpersonen ist gleichermaßen hoch. Viele digitale Möglichkeiten nutze das Kollegium, so mancher Versuch aus Chemie oder Physikunterricht wird jetzt eben per App verschickt.  Soziale Kontakte halten die Schüler in ihren sozialen Netzwerken, sind sich die Lehrer sicher.

  • „Nach jedem Fahrgast wird desinfiziert“, sagt
    ÖPNV in Neuss : Mobil trotz Corona-Krise
  • So sieht das Drive-in-Abstrichcenter in Düsseldorf
    Coronavirus : Immer mehr Menschen gelten als geheilt
  • Mit neuen und alten Maschen versuchen
    Die Polizei Mönchengladbach warnt : So nutzen Betrüger die Corona-Krise

Wer sonst selbstständiges Arbeiten gewohnt ist, kann das jetzt um eine neue Dimension erweitern. „Online lernen in der digitalen Welt“, wie Stefanie Reuter die Gemeinschaftsplattform von Land und Kommunen. Ebenfalls genutzt wird ein Online-Mediendienst namens Edmond, „hier gibt es digitale Medien per Download oder Streaming, eine Medienbildstelle, an der sich die Schüler wie in einer Bücherei, nur eben im Netz, versorgen können.“ Allerdings stoßen die Rechenzentren, auf denen die Plattformen betreut werden, an Kapazitätsgrenzen.

Es sind eben nicht allein die Wülfrather Gymnasiasten, denen die Corona-Krise das normale Leben verwehrt. „Unter diesen Umständen ist klar, dass Fristen zur Rücksendung von Schülerarbeiten nicht unbedingt eingehalten werden können und etwas Geduld nötig ist“, wissen die Lehrer. Und weil es für jeden ein erstes Mal gibt, gibt es für die Premieren-Nutzer der Plattform natürlich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umgang. Zum Stand der Dinge: Die Vor-Abiturklausuren sind geschrieben, erklärt Stefanie Reuter. Nach den Osterferien sollen planmäßig die Abi-Prüfungen beginnen – jedenfalls theoretisch. Wie sich das Coronavirus eindämmen lässt, wie die Infektionenketten gestoppt werden können, all diese Fragen haben ihre Auswirkung auf die Rückkehr zum gewohnten Leben, also auch Schulalltag.

„Wir bitten Sie, Ihre Mails und unsere Homepage regelmäßig auf neue Nachrichten zu überprüfen“, bittet die Schulleitung Schüler und Eltern, sich kontinuierlich auf den neusten Stand der Dinge zu bringen. Das Lehrerkollegium nutzt die Zeit dazu, Lehrpläne zu bearbeiten und Unterrichtseinheiten vorzubereiten. Einige TV-Sender bieten jetzt mehr Programm für  Schüler an und die Mediatheken  beinhalten Lernstoff zu Geschichte, Politik, Wissen und Technik.

Jeden Tag alle Nachrichten zur Corona-Krise in Ihrer Stadt – bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter „Total Lokal“ mit täglicher Corona-Sonderausgabe!