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Corona-Krise: Hilfe und Unterstützung Thomas Rehrmann bietet Hilfe und Unterstützung

Hilfe und Unterstützung in der Corona-Krise : Gemeinde will Nachbarschaftshilfe ins Leben rufen

Aber die Gottesdienste fallen vorerst an allen Gottesdienststätten bis einschließlich 9. April aus.

Bis auf weiteres sollten Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und bei anderen Glaubensgemeinschaften ausfallen. Also können auch Gottesdienste nicht mehr stattfinden. Die ersten Krisen in den Familien dürfte es bereits gegeben haben. Sie werden exponentiell ansteigen wie die Infiziertenzahlen. Seelsorge ist damit aber nicht ausgeschlossen.

„Wir möchten in diesen Zeiten ein Zeichen der Solidarität und tatkräftige Hilfe anbieten“, erklärt Pfarrer Thomas Rehrmann gelebte Nächstenliebe. „Die Koordination einer Nachbarschaftshilfe soll ins Leben gerufen werden.“ Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen wollen oder können, weil sie zu den genannten Risikogruppen gehören oder Angst vor einer Ansteckung haben, sollen Hilfe erhalten“, führt er aus. Sich zu kümmern sei wichtig, praktische Hilfe ebenso, wer also nicht selbst in Supermarkt oder Apotheke einkaufen kann, soll unterstützt werden. „Das ist keine Neuerfindung“, die Idee entstand auf einer Sondersitzung des Presbyteritums.

Als so etwas wie ein Knotenpunkt wird das Gemeindeamt dabei fungieren. Derzeit von 9 bis 12 Uhr sowie 13 bis 17 Uhr sind Mitarbeiter hier unter 02058-92560 erreichbar und koordinieren die Freiwilligen, die Einkäufe erledigen oder den Telefondienst übernehmen wollen, mit denjenigen, die der Unterstützung bedürfen. „Wie die Resonaz auf das Angebot ist entscheidet sich auch damit, wie sich Covid-19 entwickelt“, sagt Thomas Rehrmann. Übrigens ist das Gemeindeaus für Publikumsverkehr gesperrt und nur telefonisch oder via E-Mail erreichbar.

Aus besagter Sondersitzung resultieren auch geplante Ausfälle und Schließungen. „Wir haben beschlossen, bis Gründonnerstag alles herunterzufahren“, die Gottesdienste fallen vorerst an allen Gottesdienststätten bis einschließlich 9. April aus. Alle hegen die stille Hoffnung, Ostern feiern zu können – bekanntermaßen das höchste Fest im christlichen Kalender. Eine so genannte Winkelmesse zu feiern, also ohne Gläubige, steht nicht zur Debatte. Ebenso wenig wie die multimediale Übertragung, „unsere Gottesdienstbesucher sind oft ältere Menschen“.

Das Gemeindehaus Am Pütt sowie Kulturkirche bleiben bis zum 19. April zu. Also fallen alle dort geplanten Veranstaltungen, Gruppen und Treffen aus. Gleiches gilt für die Stadtkirche, die Einführung des neuen Presbyteriums ist auf unbestimmt verschoben. einen weiteren Einschnitt erlebt die Jugend, die für Mai geplanten Konfirmationen werden im Herbst nachgeholt. Etwa 60 Konfirmanden sind betroffen, wie Rehrmann berichtet. „Wir wollten jetzt aber nicht irgendwie oder eine Art von Notkonfirmation feiern“, erklärt er die Terminverschiebung.  „Das würde dem Anlass nicht gerecht.“ Ebenso bitter: Das für Juni geplante Kantorei-Konzert fällt aus. Pause machen Pfarrer Rehrmann und Team nicht. „Ich habe viel zu tun, absolviere viele besuche.“

Auch der katholische Kollege Jürgen Arnolds seelsorgt nun anders als sonst. Alle Pfarrzentren sind geschlossen, bis Karfreitag werden keine Gottesdienste gefeiert, die Gruppenstunden für die Erstkommunion entfallen ebenso wie alle Chorproben. Ausschließlich telefonisch und via E-Mail ist das Pastoralbüro mit allen Seelsorgern erreichbar. „Das Domradio und der Sender EWTN übertragen täglich zu verschiedenen Zeiten Feiern der Heiligen Messe und Rosenkranzandachten“, lädt Jürgen Arnolds dazu ein, so mit Geistlichen und Seelsorgern verbunden zu bleiben.. Und Ausnahmen bestätigen die Regel: Zum persönlichen Gebet und zur stillen Anbetung sind unter penibler Einhaltung der Hygienevorschriften die Kirchen St. Joseph und St. Maximin von 9 bis 19Uhr zugänglich.