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Bürgerverein Wülfrath-Flandersbach ist in der Corona-Krise präsent

Einsatz für Wülfrath-Flandersbach : Bürgerverein ist in der Krise präsent

Die Aktiven in Wülfrath-Flandersbach haben sich dem Leitsatz „Wir sollen nicht nichts tun“ verpflichtet und lassen sich für die Bewohner des Stadtteils immer wieder kleine Aktionen einfallen, die trotz Corona möglich sind.

Mit seinen 60 Jahren ist der Bürgerverein Wülfrath-Flandersbach der jüngste der vier Wülfrather Bürgervereine. Natürlich hat auch er festgestellt, dass es während der Corona-Krise nicht einfach für einen Bürgerverein ist. Doch hat sich der Bürgerverein Wülfrath-Flandersbach ein Motto gestellt: Wir sollen nicht nichts tun!

Und diesem Motto folgt er im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten. Da die alljährliche Weihnachtsaktion dieses Mal ausfallen musste, hat sich der Vorstand mit kleinen Weihnachtsgeschenken auf den Weg zu den Flandersbachern gemacht. „Wir sind drei Tage lang von Haus zu Haus gegangen“, erzählt der Vorsitzende Dirk Klüser, „nicht nur zu den Mitgliedern, und haben uns als Bürgerverein vorgestellt.“ Natürlich mit Abstand und Maske.

Die Aktion ist so gut angekommen, dass der Bürgerverein dadurch gleich dreißig neue Mitglieder gewinnen konnte. „In Flandersbach findet derzeit ein Wechsel statt“, sagt Dirk Klüser. Viele junge Familien ziehen in den Ortsteil. „Wir als Vorstand gehen aktiv auf die Leute zu und machen auf den Verein aufmerksam“, sagt Klüser. Der Vorstand, der inzwischen aus zwei Männern und zwei Frauen besteht, lässt sich auch so manch ungewöhnliche Aktion einfallen, um während der Corona-Krise Präsenz vor Ort zu zeigen. „Anstatt des Osterfeuers, das dieses Jahr schon zum zweiten Mal nicht stattfinden konnte, haben wir einen Stadtspaziergang angeboten“, erzählt Dirk Klüser.

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An einem 3,5 Kilometer langen Rundweg durch Flandersbach stellten Vereinsmitglieder drei Stationen mit Ostergeschenken auf, wie bunt gefärbte Eier, Süßigkeiten und Getränke. Außerdem bietet der Bürgerverein allen Senioren, die nicht selbst einkaufen gehen wollen, an, für sie die nötigen Lebensmittel zu besorgen. „Allein das Angebot wird positiv aufgenommen.“ Auch Haushalte in Quarantäne wurden vom Bürgerverein unterstützt. „Die Präsenz während Corona ist wichtig“, betont Klüser. „Die Leute sollen sehen, da ist jemand.“

Um die Vereinsmitglieder zu informieren, wurde eine WhatsApp-Gruppe gegründet. „Nur ich kann in die Gruppe schreiben, alle anderen können lesen“, erklärt Dirk Klüser. So werden Vereinsinformationen, aber auch Neuigkeiten im Ortsteil schnell und auf kurzem Weg verteilt. Auch ist der Bürgerverein dabei, seine Website neu aufzustellen. „Die bisherige Seite war nur halbherzig angestoßen“, gibt der Vorsitzende zu. Das soll sich jetzt ändern. Nun soll sie regelmäßig aktualisiert werden.

Auch steht der Vorstand des Bürgervereins Wülfrath-Flandersbach in digitalem Austausch mit der Stadt Wülfrath und den anderen drei Bürgervereinen. Um den vielen Kindern, die nun in Flandersbach zuhause sind, eine Freude zu machen, plant der Bürgerverein die Installation von Wipptieren und vielleicht auch einer Outdoor-Tischtennisplatte.

Außerdem denkt der Bürgerverein darüber nach, anstatt des Osterfeuers ein Brauchtumsfeuer später im Jahr zu veranstalten – sofern die Umstände es zulassen, wie Dirk Klüser erklärt: „Wenn wir dürfen, dann werden wir einen Grund zum Feiern finden.“