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Bergische Diakonie: Atelier feiert 25. Geburtstag kreativ

Bergische Diakonie Wülfrath : Atelier feiert 25. Geburtstag kreativ

Aus 25 alten Stühlen sollen in individueller Heimarbeit künstlerische Objekte werden und ein Film soll die Teilnehmer des Offenen Ateliers vorstellen. Nebenbei soll auch noch Haus Langensiepen renoviert werden.

Große Feste sind derzeit nicht möglich. Das hält aber das Offene Atelier der Bergischen Diakonie nicht davon ab, sein 25-jähriges Jubiläum zu begehen – anders, aber sehr kreativ. Da dieses Jahr unter dem Motto „Zeig dich!“ steht, sollen vor allem die Teilnehmer der verschiedenen Kurse des Offenen Ateliers in den Vordergrund gestellt werden.

„Ohne deren Begeisterung und Ideen wäre das Offene Atelier nicht möglich“, sagt Kunsttherapeut und Pädagoge Manuel Rohde, der mit seiner Kollegin Sunci Matijani die Bildhauerkurse leitet. Denn aus einem Bildhauerkursus heraus ist das Offene Atelier im Frühjahr 1996 überhaupt erst entstanden und noch heute sind diese Kurse ein herausragender Bestandteil des Jahresprogrammes. „In diesem Jahr ist der Kursus zum ersten Mal in seiner Geschichte ausgefallen“, bedauert Manuel Rohde.

Um die Teilnehmer des Offenen Ateliers „zu zeigen“, läuft derzeit ein Kunstprojekt. „Wir haben 25 Stühle verteilt, die von den Leuten zuhause gestaltet werden“, erzählt Manuel Rohde. Diese Stühle waren eine Spende der Tafel. „Es ist also ein Upcycling-Projekt“, so Rohde, und Sunci Matijani fügt hinzu: „Wir bekommen immer wieder Fotos von den einzelnen Arbeitsschritten. Es wird einen Glücksstuhl geben, einen Frauenpower-Stuhl.“

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Die Stühle sollen im 4. Quartal präsentiert und dann versteigert werden. Das zweite „Zeig dich-Projekt“ wird ein Film sein, der mit 2000 Euro gefördert wird. „Wir werden Teilnehmer des Offenen Ateliers vorstellen“, sagt Manuel Rohde. Der Film wird in diesem Jahr realisiert und dann auf der Website zu sehen sein. Ebenfalls neu wurde die Bildgalerie auf der Website eingerichtet. „Hier werden nach und nach die Fortschritte der einzelnen Projekte dargestellt“, sagt Diakonie-Sprecherin Renate Zajani.

Da in der Kirche derzeit keine Gottesdienste stattfinden können, wird der Kirchenraum regelmäßig kreativ gestaltet und so ein spiritueller Raum geschaffen. „Im Mai wird es zum Luther-Lied etwas Neues zu sehen geben“, verspricht Manuel Rohde. Außerdem wird die Zeit des Lockdowns genutzt, um Haus Langensiepen barrierefreier zu gestalten. Der Zugang und die Toilette werden barrierefrei angelegt.

„Die Umbaumaßnahmen werden gefördert durch die Stiftung Wohnhilfe“, sagt Manuel Rohde. Seit 25 Jahren entwickelt sich das Offene Atelier immer weiter. Vor allem die Inklusion wird in den Kursen großgeschrieben. „Es ist Teil unseres Betreuungsauftrages, Inklusion zu betreiben und eine Möglichkeit der Begegnung zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen zu schaffen“, sagt Clemens Duda, Abteilungsleiter des ergotherapeutischen Dienstes. Das Offene Atelier ist ein Teil davon, auch, wenn derzeit pandemiebedingt keine Inklusion stattfinden kann.

„Das Offene Atelier hat sich beständig weiterentwickelt“, sagt Diane Kollenberg-Ewald, Bereichsleiterin des sozialtherapeutischen Verbundes, „auch mit Projekten, die bis in die Gemeinden hineinreichen.“ Und so soll es sich auch weiterhin entwickeln und offen sein für neue Einflüsse und Veränderungen. „Wir halten am Kern fest und entwickeln an den Enden weiter.“