Baustart für Kita Schulstraße verzögert sich

Wülfrath : Baustart für Kita Schulstraße verzögert sich

Das Areal an der Schulstraße wird immer noch auf Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht.

Anfang des Jahres hatte die Stadtverwaltung beginnen lassen, den Boden, auf dem später die Kita Schulstraße entstehen soll, auf Kampfmittel zu untersuchen. Dazu wurden auf dem Baufeld an rund 280 Punkten Probebohrungen durchgeführt. Zwar gilt es nicht als Verdachtsgebiet, doch eine Untersuchung bei Spezialgründungsverfahren wird durch die Bezirksregierung routinemäßig vorgesehen.

Die Untersuchungen sind längst abgeschlossen, die Bohrungen ausgewertet. Dennoch liegt die Baustelle momentan still. „Die Erkundungsbohrungen zu den Kampfmitteln und deren anschließende Detektion hat in Teilbereichen aufgrund eines gestörten Bodenaufbaus (Aufschüttungen) zu nicht zweifelsfrei auswertbaren Ergebnissen geführt“, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit. Daher sind weitere Erkundungsbohrungen notwendig. Diese wurden durch die Stadt Wülfrath bereits beauftragt, und sollen kurzfristig ausgeführt werden. „Der Beginn der Verdichtungsarbeiten im Baugrund ist noch ungewiss, der dazu gehörige Terminplan wird derzeit überarbeitet“, erklärt Hochbauamtsleiter Martin Groppe. In jedem Fall werde sich der Beginn der Baugrundverbesserungen daher verzögern.

Die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Kindertagesstätte an der Schulstraße hätten eigentlich schon im August letzten Jahres starten sollen. Einer ersten Planung zufolge sollte die neue Kita im August dieses Jahres in Betrieb gehen. Doch der ursprüngliche Zeitplan ließ sich nicht einhalten. Damals hatte die Stadt erklärt, dass die Verzögerung intensiven Abstimmungen und Untersuchungen von Sachverständigen, unterer Wasserbehörde und Auftragnehmern geschuldet sei.

Der eigentliche Baubeginn war zuletzt für Anfang Mai geplant. Auch die Kosten für das Projekt sind zwischenzeitlich gestiegen. Die Stadt Wülfrath plant jetzt für den Bau mit einer Investition von 5,2 Millionen Euro.

Ende Januar hatte die Stadt den Vertrag für den Bau der Kita Schulstraße mit dem Generalunternehmer Wieko unterzeichnet. Doch erst wenn die Arbeiten auf Kampfmittel abschlossen sind, kann das Gelände an den Generalunternehmer übergeben werden, und die Arbeiten am Rohbau können beginnen.

Nach einer Fertigstellung soll die heutige dreigruppige Kita Wilhelmstraße in die neue Kita an der Schulstraße einziehen. Sobald der Umzug abgeschlossen ist, übernimmt ein freier Träger das Objekt an der Wilhelmstraße. Die Kinder, die dann an der Wilhelmstraße betreut werden, sind in einer Übergangslösung an der Kastanienallee untergebracht.

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