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ASK Chemicals Wülfrath will Umweltschutz ausbauen

Wirtschaft in Wülfrath : Chemiefirma will sauberer werden

Ein Team beschäftigt sich mit dem ökologischen Fußabdruck, der Reduzierung von CO2 und dem Thema Energie.

Für ASK Chemicals sollen Umwelt- und Ressourcenschutz nicht einfach Floskeln sein, die der Imagepflege dienen. Wie das Unternehmen informiert,  hat es den Schutz von Umwelt und Ressourcen neuerdings in seinen Unternehmensleitlinien hinterlegt. Außerdem sei ein Team im Einsatz, das sich mit dem ökologischen Fußabdruck, der Reduzierung von CO2 und dem Thema Energie beschäftige.

„Das ist ein kontinuierlicher Prozess“, erklärt Michael Mack, Standortleiter von ASK Chemicals Wülfrath, dem Hauptproduktionsstandort, „es wird in regelmäßigen Abständen alles in Frage gestellt und geschaut, was können wir besser machen“ Zwei entscheidende Maßnahmen seien bereits im Wülfrather Werk umgesetzt worden, das automatische Spülwasserrecycling und die Nachverbrennung. Durch das automatische Spülwasserrecycling würden schon jetzt 600 Tonnen Wasser jährlich gespart.

Wasser sei eine wichtige Ressource, die auch in der chemischen Industrie einen sehr hohen Stellenwert habe. Denn Wasser werde nicht nur für die Herstellung von Chemikalien, sondern darüber hinaus auch für die Reinigung von Anlagen eingesetzt. Nach der Herstellung der Produkte würden die Fertigungsanlagen aus Qualitätsgründen mit Wasser gereinigt, bevor ein neues Produkt gefertigt werden könne.

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Bisher kam das Reinigungswasser in die Abwasserbehandlungsanlage und wurde schließlich entsorgt. In einem neuen, vollständig automatisierten Prozess werde dieses Spülwasser nun sortenrein in Auffangbehälter gepumpt und dem nächsten Produktionsansatz wieder zugeführt, erläutert die Firma. Alle Herstellungsschritte würden zu jeder Zeit über das Prozessleitsystem gesteuert und kontrolliert, um die Qualität des Endproduktes zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten.

Mit der Umsetzung des Projekts spart ASK Chemicals wertvolles Wasser ein, was allein in Wülfrath etwa 3000 gefüllten Badewannen pro Jahr entspricht. Bei der Nachverbrennung gehe es darum, Emissionen innerhalb des Systems zu halten. Die thermische Nachverbrennungsanlage am Standort Wülfrath sei eine der modernsten in Europa und ermögliche es, die beim Produktionsprozess entstehenden Emissionen in einem geschlossenen System zu halten und Energie ressourcenschonend in den Produktionskreislauf zurückzuführen.

Die zurückgewonnene Energie werde genutzt, um beispielsweise Produktionsanlagen auf Betriebstemperatur zu bringen. Doch bei diesen beiden Projekten soll es nicht bleiben, wie Michael Mack berichtet. Bisher wurden alle Warenbewegungen im Werk mit Dieselstaplern durchgeführt. „Wir wollen nun sukzessive auf E-Stapler umstellen“, sagt Mack. Drei der insgesamt vierzehn Stapler im Wülfrather Werk sind bereits E-Fahrzeuge. „Das ist nicht nur ressourcenschonend und bringt uns weg von fossilen Brennstoffen“, betont Mack, „es reduziert auch den Lärm.“

Da die Entwicklung der E-Fahrzeuge große Fortschritte gemacht habe, mache es Sinn, E-Stapler einzusetzen. „Die Batterien wurden besser, sind schneller aufgeladen“, erklärt Mack. Natürlich braucht die Umstellung ihre Zeit, denn sie kostet Geld. „Das sind hohe Investitionen“, sagt Michael Mack.