Kreis Viersen: Zahl der Einbürgerungen steigt stark an

Kreis Viersen : Zahl der Einbürgerungen steigt stark an

Im Kreis Viersen erhielten im vergangenen Jahr 344 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Die Zahl der Einbürgerungen ist in den Städten und Gemeinden des Kreises Viersen im vergangenen Jahr deutlich nach oben gegangen - nachdem 2016 die geringste Zahl an Einbürgerungen seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 verzeichnet wurde. Das teilte gestern das Statistische Landesamt NRW mit.

Während in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Einbürgerungen um 1,4 Prozent stieg, kletterte sie im Kreis Viersen um 63 Prozent. 344 ausländische Frauen, Männer und Kinder erhielten vergangenes Jahr den deutschen Pass. Zum Vergleich: 2016 waren es 211, im Jahr 2000 waren es 593.

Die meisten Einbürgerungen gab es in der Kreisstadt Viersen. Dort erhielten 100 Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit, so viele wie seit 14 Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von gut 16 Prozent. In Willich wurden 47 Nichtdeutsche eingebürgert (+135 Prozent), in Kempen 46 (+229 Prozent), in Nettetal 45 (+45 Prozent). Die Stadt Tönisvorst kam auf 40 Einbürgerungen (+91 Prozent). 20 Einbürgerungen verzeichnete die Burggemeinde Brüggen (+122 Prozent), jeweils 19 die Gemeinden Schwalmtal und Niederkrüchten (jeweils +58 Prozent). In der Gemeinde Grefrath wurden acht Ausländer eingebürgert (+33 Prozent).

Seit dem Jahr 2000 können Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen: So müssen sie ihren Lebensunterhalt - auch für Angehörige - selbst bestreiten können, ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen, sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes bekennen und dürfen nicht vorbestraft sein. Im Regelfall müssen sie ihre alte Staatsangehörigkeit aufgeben, sich seit mindestens sechs Jahren in Deutschland aufhalten und über eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung verfügen. Eingebürgert wird nur, wenn den Einbürgerungstest besteht, in dem Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland abgefragt werden. Die Einbürgerung kostet 255 pro Person.

(mrö)