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Willicher Schützenfest auf neuen Wegen

ASV-Schützenfest : Willicher Schützenfest auf neuen Wegen

Vom 6. bis 10. Juli findet das 133. Schützen- und Heimatfest des ASV Willich statt. Weil der Marktplatz umgebaut wird, steht die Zuschauertribüne diesmal vor dem ehemaligen Katharinen-Hospital.

Bis zum nächsten Jubiläum sind es noch 17 Jahre, doch das 133. Schützen- und Heimatfest des Allgemeinen Schützenvereins 1886 Willich (ASV) wird dennoch ein besonderes sein. Denn: Wegen der Umbauarbeiten auf dem Willicher Marktplatz wird die große Zuschauertribüne diesmal nicht im Schatten der Pfarrkirche St. Katharina stehen, sondern auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Katharinen-Hospital an der Bahnstraße. „Doch egal, welche Rahmenbedingungen es gibt, es wird wieder ein tolles Fest werden“, verspricht ASV-Geschäftsführer Hans-Joachim Donath. Zudem biete der ungewöhnliche Standort auch Vorteile: Alle 78 Schützenzüge mit insgesamt 1192 Schützen sowie die nun 14 Musikeinheiten (zwei mehr als im vergangenen Jahr) mit 508 Musikern können sich auf der Bahnstraße aufstellen. Und: Der Weg zum Schützenplatz ist kurz.

Von Freitag, 6. Juli, bis Dienstag, 10. Juli, wird diesmal das Willicher Schützenfest gefeiert – außerhalb der Ferien also, was die Veranstalter zuversichtlich stimmt, dass die Besucherzahlen wieder hoch sein werden. „Und der Bierpreis bleibt im Vergleich zum vergangenen Jahr konstant“, verspricht ASV-Präsident und Protokollchef Joachim Kothen. „Wir möchten schließlich möglichst viele Bürger ins Zelt bekommen.“

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Donath macht noch auf eine weitere Änderung aufmerksam: Da auch das Pfarrheim gerade umgebaut wird, wird die Residenz diesmal in der gerade erst aufwendig umgebauten Gaststätte Krücken sein. Dass sich durch die Sperrung des Marktplatzes auch andere Zugwege ergeben, ist logisch und mit einigem Aufwand verbunden. Doch Platzmajor Thomas Heyes hat alles ausgemessen und dafür gesorgt, dass es nirgendwo haken wird. Auch die Zusammenarbeit mit Stadt, Polizei, Feuerwehr und der Bezirksregierung als Pächter des Hospital-Gebäudes habe einwandfrei funktioniert, lobt Donath. Und die ASV-Verantwortlichen sehen in den geänderten Zugwegen auch eine Chance: Nun sind auch mal Straßen „am Zug“, auf denen die Schützen sonst nicht marschieren. Und so hofft Präsident Kothen, dass die Anwohner ihre Häuser und Vorgärten zum Schützenfest liebevoll schmücken. „Auf ungeschmückten Straßen zu marschieren, wäre etwas trostlos, aber zum Glück sind die Straßengemeinschaften sehr aktiv.“ Übrigens: Große ASV-Fahnen gibt es für 80 Euro („zum Selbstkostenpreis und in guter Qualität“, so Donath) unter [email protected]

Abschied nehmen heißt es am Schützenfest-Sonntag für König Michael III. (Maaßen) und Königin Tanja I. sowie die Ministerpaare Jürgen und Kerstin Kothen und Klaus und Dany Caris. Denn ab 12.30 Uhr findet das Königsvogelschießen statt, und danach übernimmt der neue König das Regiment. „Wir fanden unser Königsjahr rundum schön“, meint König Michael im Rückblick. „Es war beeindruckend, dass ganz fremde Menschen zu uns gekommen sind und uns angesprochen haben“, ergänzt Tanja. Einer der beeindruckendsten Momente sei für ihn der Große Zapfenstreich am Montagabend gewesen, sagt Michael Maaßen, der diesbezüglich „beruflich vorbelastet“ sei – denn er ist Berufssoldat. „Ich weiß sehr genau: Wenn man den Großen Zapfenstreich gespielt bekommt, dann ist das eine große Ehre.“ Doch nun freut er sich zunächst einmal auf das noch vor ihm liegende Schützenfest – und ganz besonders auf den Freitagabend im Konrad-Adenauer-Park. Denn um 21 Uhr spielt dort die Band „Hervshahne & Friends“, die wie König Michael III. aus dem Schützenzug Hervshahne des ASV kommt.

Eine Bitte geht an alle Willicher Bürger und Besucher des Schützenfestes: „Wir benötigen natürlich für das ASV-Regiment die gesamte Bahnstraße, von der Ecke Burg-/Mühlenstraße bis zum Kreisverkehr“, erläutert Hans-Joachim Donath. Daher wird auf der Bahnstraße schon vom 1. Juli bis zum 13. Juli ein absolutes Halteverbot eingerichtet – und aus Sicherheitsgründen werden parkende Autos abgeschleppt. „Hier bitten wir wirklich alle um Beachtung und um Nach- und Rücksicht“, so Donath.