Willicher Narren stimmten sich ein

Saal Krücken : Mit Vollgas in die neue Session

Die Willicher Narren legten am Sonntag schon einmal so richtig los. Am Rand der Feierlichkeiten wurde bekannt, dass es ein Kinderprinzenpaar geben soll.

Einige Ex-Prinzen waren da, so Ralf Füsgen oder Matthias Zeies. Ein Dreigestirn hing sogar im bunt dekorierten Krücken-Saal als Emblem an der Wand. Allerdings waren aktuelle Tollitäten aus der Stadt Willich nicht auszumachen, als jetzt der „Festausschuss Willicher Karneval“ (FWK) in die fünfte Jahreszeit startete. Die gibt es nämlich nicht. Dennoch: Wie am Rande des Karnevalserwachsens durchsickerte, soll es doch eine städtische Kinderprinzessin geben. Sie soll 15 Jahre alt sein. Mehr verriet Detlev Nicola von den „Schlossgeistern“ nicht.

Trotz des fehlenden Stadt-Prinzenpaares hatte der FWK mit Hans Nielbock und Dagmar Faßbender ein unterhaltsames und stimmungsvolles Programm zum Auftakt der Session zusammen gestellt. Dabei konnte sogar gratuliert werden. Denn Katharina Engler, die bei der großen Show-Formation der Willicher Prinzengarde mitmacht, wurde am 11. November 20 Jahre alt. Ihr überreichte nach dem „Happy Birthday“, gesungen von  allen Gästen, Hans Nielbock einen Blumenstrauß.

   Zahlreiche Abordnungen der Karnevalsgesellschaften und -vereine von „Edelweiß bis zu den „Torfmöps“, von den „Aach Blenge“ bis zu den „Schlossgeistern“, waren gekommen. Aber  auch weitere bekannte Gesichter, mit oder ohne Kostüm. So neben einigen Ratsherren und -frauen in Zivil Beigeordneter Willy Kerbusch und Vize-Bürgermeister Dietmar Winkels (SPD) dabei. Der andere erste stellvertretende Bürgermeister, Guido Görtz (CDU), schritt als Ehrenoffizier der Prinzengarde im blau-weißen Gardegewand mit in den Saal.

    Gar nicht zu übersehen waren bei dem mehrstündigen Programm, bei dem unter anderem Thilly Meester als „`ne Kistendüvel“, Sänger Marco Rütten oder die Band „Echt lecker“ für Stimmung sorgten, einige jecke als „Niersbienen“ zu recht gemachte Damen von der gleichnamigen Neersener Gesellschaft. „Wir machen bald sogar zwei Sitzungen, da wir 2019 zweimal elf Jahre alt werden“, sagte in einer kurzen Pause Inge Frey – und zwar am 24. und 25. Februar. Restkarten gibt es nur noch für Sonntag, den 24.. Das Motto dann gleich zweimal: „Flower-Power, Hippiezeit, wir Niersbienen sind dazu bereit.“

   Gerade wurde der Karnevalshit  „In Kölle es emmer was los“ eingespielt, als sich dazu die Tanz- und Showformationen der Prinzengarde bewegten. Der Song passte für Willich beinahe genauso. Als wacher und aufgeweckter „Hoppeditz“ war eine der beiden Trainerinnen, Nicki Jörgens, mittendrin; die andere Trainerin heißt Kerstin Klang. Und der Vorsitzende der vielköpfigen Garde, Frank Schreiber, wies nach dem gefeierten Auftritt darauf hin, dass das eigene Prinzenbiwak schon am 5. Januar (ab 12.11 Uhr, Wahlefeldsaal Neersen) und der 2. Karnevalistische Frühschoppen am 27. Januar im Gründerzentrum des ehemaligen Stahlwerks Becker stattfinden wird, ab 11.11 Uhr.

    Den Applaus hatten sich ferner die zwei jungen Garden der Schiefbahner Gesellschaft „Torfmöps“ verdient: die „Jisskes“ mit ihrer Trainerin Rebecca Bommels und die „Brockjisskes“ von Hannah Pohl. Etwas später ließ man ebenfalls die Funkengarde Rot-Weiß von den Schlossgeistern mit ihrem neuen Tanzmariechen Kim Königs hochleben.    Los geht der Saalkarneval in Alt-Willich am Samstag, 16. Februar. Dann startet um 20.11 Uhr bei Krücken die Edelweiß-Sitzung. Natürlich werden in den kommenden tollen Monaten, Wochen und Tagen unter anderem auch „Orpheus“, die „Aach Blenge“, Schlossgeister, Torfmöps, KJG oder die Frauengemeinschaft etwas bieten

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