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Willicher Grüne wollen mehr Nachhaltigkeit im Haushalt

Anträge zum Etat 2020 : Willicher Grüne wollen mehr Nachhaltigkeit im Haushalt

Am 18. Dezember steht der Etat 2020 auf der Tagesordnung des Stadtrats. Die Grünen haben 16 Anträge zum Haushalt gestellt.

Dass der Willicher Rat vor einigen Monaten beschlossen hat, dass die Stadt Willich am Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ (GNK) – das wesentlich konkretere Maßnahmen nach sich zieht, als wenn die Stadt den Klimanotstand ausgerufen hätte – teilnimmt, freut die Grünen. Und so haben sie für den Haushalt des Jahres 2020 Anträge im Wert von rund 200.000 Euro gestellt, die mit dem Thema Nachhaltigkeit zusammenhängen. Beispielsweise soll der Haushaltsposten „Nachhaltigkeit“ von 30.000 auf 100.000 Euro jährlich aufgestockt werden.

Allerdings: Manche dieser Anträge sind schon älter. Die Grünen hatten sie schon im vergangenen Jahr gestellt, und der Stadtrat hatte ihnen auch zugestimmt, doch nicht alles wurde bisher umgesetzt. Beispielsweise geht es darum, dass Willich unter anderem durch ein Förderprogramm fahrradfreundlicher werden soll. „Da ist zu wenig passiert. Wir müssen in Bezug auf Nachhaltigkeit und die Änderungen des Personenverkehrs fokussiert Veränderungen vornehmen“, sagt Raimund Berg, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Willicher Stadtrat. Weg vom Bau immer weiterer Straßen, hin zu Investitionen für mehr Lebensqualität, die sich auch erreichen lässt, ohne immer mit dem Auto fahren zu müssen, fordern die Grünen. Mit der CDU haben sie bereits den Bau einer zweiten Klimaschutzsiedlung gefordert.

Mit dazu gehört für die Grünen auch, sich Gedanken über die Anzahl und die Verteilung der Mülleimer in der Stadt und die illegale Müllentsorgung an Autobahnzu- und -abfahrten zu machen. Zudem soll es künftig insgesamt 10.000 Euro pro Jahr für Umwelt-Projekte an Schulen geben (der Schulausschuss hat dem am Donnerstag bereits zugestimmt). 50.000 Euro sollen ab 2020 nach dem Willen der Grünen in den Haushalt eingestellt werden, um öffentliche Neu- und Umbauten nachhaltig auszuführen. Auch Vereine sollen dabei unterstützt werden. Solar-Handyladestationen im öffentlichen Raum, ein weiterer „Willi Wisch“-Aufräumtag und Verbesserungen der Kita-Außengelände sind weitere ökologische Themen der Grünen, die den Haushalt betreffen.

Die Grünen haben aber noch weitere Ideen. So wünschen sie sich ein Konzept zu „Kunst im öffentlichen Raum“. Die bisherige Kunst im Stadtgebiet gefalle nicht unbedingt immer der Bevölkerung, sagt Parteichef Merlin Praetor. „Es gibt viele Messing- oder Bronzeobjekte, die einem eher traditionalistischen Kunstverständnis entsprechen.“ Zudem sollen Lehrer Schulungen erhalten, um mit moderner technischer Ausstattung besser umgehen zu können, und die Erste-Hilfe-Ausbildung der Schüler soll verbessert werden. Und die Skate-Anlage am Bahnhof in Anrath hat laut Grünen eine Renovierung nötig.