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Willicher Cityfest auf dem Marktplatz

Willich : Willicher Cityfest wieder auf dem Markt

Das „Summer Tune“-Festival am Samstagabend kam bei den Besuchern sehr gut an. Das eigentliche City-Fest mit verkaufsoffenem Sonntag litt unter dem schlechten Wetter. Es kamen weniger Besucher als erhofft.

Verkaufsoffener Sonntag, zusätzliche Verkaufsstände auf den Straßen, ein Kindertrödelmarkt, ein buntes Bühnenprogramm und das „SummerTune“-Festival: Das war das Angebot des Willicher City-Fests, das am Wochenende vom Werbering Willich veranstaltet wurde. „Das Programm hat am Samstag mit einer großen Party gut angefangen“, erzählt Thomas Mathes, zweiter Vorsitzende des Werberings Willich. Am Sonntagmittag waren zunächst die Essensstände rund um die Bühne umlagert, auch, weil sie Schutz vor dem Regen boten. „Da steckt man halt nicht drin, ich gehe aber davon aus, dass es hier noch voller wird.“ Auf der Bühne gab es Auftritte des Willicher Turnvereins und der Prinzengarde, außerdem Vorführungen von Kindertanz und Functional Training. Nach einer Vorführung im historischen Schwertfechten gab es Musik der Coverband „Fake“.

Die bunt verteilten Stände boten Hundesachen, Mode, Kunst und Schmuck, dazu Beratung zu Teebereitern, Fitnessstudios und die Möglichkeit, einen Sehtest zu machen. Auch Parteien und Vereine präsentierten sich. „Das mit dem Wetter ist schon schade“, erzählte Claudia Heide aus Willich. Sie war mit ihrer Tochter Merle zum City-Fest gekommen, hauptsächlich wegen des Büchertrödels. „Außerdem möchten wir noch ein Eis essen gehen, der Musik zuhören, ein bisschen bummeln und gucken, ob wir Bekannte treffen“, so Claudia Heide, die regelmäßig zum City-Fest kommt. Die elfjährige Merle begann den Bummel durch die Innenstadt mit einem Wurstbrötchen, sie wollte nachher auch noch ein bisschen durch die Geschäfte ziehen.

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Mehr Glück mit dem Wetter hatten die Organisatoren des „SummerTune“-Festivals am Samstagabend, bei dem sechs DJs auf der Bühne House- und Clubmusic auflegten. „Bis zum Schluss um 1 Uhr hat es nicht geregnet“, erklärte Lukas Maaßen, gemeinsam mit Niclas Oeldemann Organisator des Festivals. „Die Stimmung war großartig, noch mal deutlich besser als letztes Jahr. Ich gehe davon aus, dass wir insgesamt rund 2000 Besucher hatten. Gegen 22 Uhr wechselte das Publikum, es wurde quasi komplett ausgetauscht, die Besucher waren deutlich deutlich jünger. Die Künstler waren sehr zufrieden, manche bedauerten es, dass sie nicht mitfeiern, sondern zum nächsten Auftritt weiterfahren mussten.“

Musste das Festival aufgrund der Marktplatzumgestaltung im vergangenen Jahr noch auf den Kaiserplatz ausweichen, konnte nun wieder der deutlich größere Marktplatz genutzt werden. Dort war eine Bühne von zwölf Metern Breite aufgebaut worden: „Da das ansonsten zu teuer gewesen wäre, haben Freunde die Bühne gemeinsam mit uns in Eigenregie aufgebaut. Und da kam es dann zu einem Missgeschick: „Während des Aufbaus hat es geregnet, und obwohl wir alles mit Planen abgedeckt haben, kam es zum Kurzschluss, und damit war dann die ganze Programmierung weg“, beschrieb Maaßen den „spannenden Start“, von dem die Besucher aber nichts mitbekamen.

 Das Willicher Cityfest litt am Sonntag unter dem schlechten Wetter. Viele Besucher hatten es vorgezogen, angesichts der Regenschauer zuhause zu bleiben. Diejenigen aber, die in Regenkleidung und mit Schirmen kamen, genossen das Programm auf der Bühne.
Das Willicher Cityfest litt am Sonntag unter dem schlechten Wetter. Viele Besucher hatten es vorgezogen, angesichts der Regenschauer zuhause zu bleiben. Diejenigen aber, die in Regenkleidung und mit Schirmen kamen, genossen das Programm auf der Bühne. Foto: Wolfgang Kaiser

Zu dem Line-up des SumerTune gehörten MBP (Must Be Played), Andree Katic, Leon Brooks, JUF-X, Pasdee und Living Memories. Auf Grund des großen Erfolgs kann sich Maaßen eine erneute Auflage des SummerTune vorstellen: „Es wird gut angenommen, wir hatten durchweg positives Feedback: Das ist also schon etwas, was man etablieren könnte, zumal es auch kein anderes Festival für Elektromusik im Kreis Viersen gibt.“ Thomas Brock sorgte für ein bisschen „Ostalgie“ im Rahmen des City-Festes: Auf der Kreuzstraße standen zwei Trabbis, drei Schwalben und ein „Ost-Fahrrad“. Seine Frau sei aus Erfurt, irgendwann habe er sich dann aus Spaß einen Trabbi zugelegt. Kurz danach gründete er eine Facebook-Gruppe für Trabbi-Freunde in Willich, und die hatten dann dafür gesorgt, dass die Fahrzeuge nun hier standen. Das Trabbi-Fahren mache einfach Spaß, und die Fahrzeuge könnten auch ganz gut im Regen stehen, wie man am Sonntag sehen konnte. „Das können die schon ab. Ansonsten ist das mit dem Wetter natürlich schade: Als Gärtner denke ich zwar, es ist noch zu wenig Regen, aber für die Geschäftsinhaber ist es natürlich zu viel.“

Kai (7) und Dirk (8) hatten sich trotz des windigen Wetters jeder ein Eis gekauft und liefen jetzt zur Peterstraße, wo es einen Kindertrödelmarkt gabt „Ich hoffe, ich finde noch was von Playmobil“, sagte Kai. „Das wäre schon toll.“