Hilfseinsatz nach Erdbeben in der Türkei „Erzähle meine Geschichte, damit meine Kinder nicht vergessen werden“

Anrath · Die Anratherin Sarah Easter reist für die Hilfsorganisation Care in Krisengebiete weltweit und berichtet über die Situation. Jüngst war sie im Erdbebengebiet in der Türkei. Was sie dort erlebte.

Care-Mitarbeiterin Sarah Easter (li.) im Gespräch mit Erdbebenopfer Elcin. Die zweifache Mutter verlor ihre beiden Töchter. Das Tattoo an ihrem Arm zeigt deren Silouetten ohne Gesichter.

Care-Mitarbeiterin Sarah Easter (li.) im Gespräch mit Erdbebenopfer Elcin. Die zweifache Mutter verlor ihre beiden Töchter. Das Tattoo an ihrem Arm zeigt deren Silouetten ohne Gesichter.

Foto: Care/Tarek Satea

Die Eindrücke ihrer jüngsten Reise in ein Krisengebiet sind der in Anrath aufgewachsenen Sarah Easter auch Tage nach ihrer Rückkehr noch anzumerken. Sehr gefasst, aber doch tief bewegt erzählt die Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Care von ihren Eindrücken in der Hauptstadt der türkischen Provinz Hatay, Antakya. „Ich habe viele Krisen- und Kriegsgebiete in den vergangenen zwei Jahren, die ich nun für Care arbeite, besucht. Ukraine, Afghanistan oder Somalia. Aber eine solche Zerstörung habe ich nie gesehen. Es ist wirklich die gesamte Stadt kaputt, Es steht kein einziges Haus. Ich habe immer gehofft, ein Haus zu finden, in dem noch jemand wohnt – erfolglos“, berichtet die 32-Jährige.