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Willich: MdB Uwe Schummer vermisst direkten Bürgerkontakt

CDU-Bundestagsabgeordneter aus Willich : Uwe Schummer vermisst den direkten Bürgerkontakt

Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Willich geht ins letzte Jahr seiner Wahlzeit. Er will sich in den kommenden Monaten weiter für die Bürger im Kreis Viersen engagieren. Mit der Wahl 2021 geht seine Zeit in Berlin zuende.

Wenn im September 2021 ein neuer Bundestag gewählt wird, ist er nicht mehr mit von der Partie. Seit 2002 ist Uwe Schummer direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Kreis Viersen. Damals löste er den langjährigen CDU-Bundespolitiker Julius Louven aus Kempen ab. Der hatte nicht mehr für eine weitere Wahlperiode kandidiert. Nun ist Schummer mit 62 Jahren an dem Punkt, an dem es gilt, langsam Abschied zu nehmen von der großen politischen Bühne. Der CDU-Abgeordnete aus Neersen geht ins letzte Jahr seiner Wahlzeit. Frühzeitig hatte er bei seiner letzten Wiederwahl 2017 seinen Rückzug verkündet. Was Ende 2021 auf ihn zukommt, weiß Schummer derzeit noch nicht.

Die Corona-Pandemie hat auch seine Arbeit in den vergangenen Monaten beeinträchtigt. Sitzungen der Gremien des Bundestages, der CDU/CSU-Bundestagsfraktion oder der Arbeitnehmergruppe seiner Fraktion, die Schummer leitet, fanden zumeist per Videokonferenz statt.

Auch das direkte Gespräch mit den Bürgern, die ihn in den Bundestag gewählt haben, gestaltete sich schwierig. In anderen Jahren nahm Schummer im Frühjahr und Sommer beispielsweise an etwa 20 Schützenfesten in seiner Heimatstadt Willich oder in anderen Orten im Kreis Viersen teil. Auch Stadtfeste oder Großveranstaltungen fielen wegen der Corona-Pandemie aus. „Bei solchen Anlässen kommt man immer mit den Menschen ins Gespräch, erfährt auch deren Sorgen und Nöte“, sagt er. Auch die Besuchergruppen in Berlin – bis zu 2000 Bürger reisen jährlich auf Einladung des Abgeordneten in die Hauptstadt – blieben aus. Keine Heimatvereine, keine Schulklassen, keine Seniorengruppen, die bei ihrem Berlin-Trip auch das Gespräch mit ihrem Abgeordneten suchen. Über die Sozialen Medien ist Schummer zwar gut vernetzt, aber seine traditionellen Besuche in Einrichtungen im Kreis Viersen mussten coronabedingt weitgehend ausfallen.

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Gleichwohl ist ihm wichtig, dass er – gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner aus Kempen – so einiges für die Bürger im Wahlkreis erreicht hat. So wird in einer Neuauflage eines Bundesförderprogramms das Eisstadion in Grefrath den erhofften Zuschuss von rund 3,85 Millionen Euro für die Sanierung erhalten. Auch das Hallenbad „H2O!“ in St. Tönis könne mit Zuschüssen rechnen, so Schummer. Schließlich könnte es doch noch Fördermittel für den Neubau einer Umkleide für den Sportplatz Stendener Straße in St. Hubert geben. Den hatte die Stadt eigentlich schon abgeschrieben. Außerdem, so Schummer, soll es Mittel für das von den Gemeinden Niederkrüchten und Brüggen geplante interkommunale Schwimmbad geben. Zudem ist Schummer sehr froh, dass es für viele Betriebe im Kreis Hilfen aus Corona-Sonderprogrammen des Bundes gab.