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Willich: Kritik an Grundstückspreisen im Baugebiet Reinershof

Willich : Kritik an Grundstückspreisen im Baugebiet Reinershof

Der Rat der Stadt Willich hat die Quadratmeterpreise für Grundstücke im geplanten Baugebiet Reinershof festgelegt. Je nach Lage werden die Flächen für 310, 315 oder 335 Euro pro Quadratmeter verkauft.

Es wird vier Kategorien geben: Nordlage (310 Euro), Nordlage an öffentlicher Grünfläche (315 Euro), Eckgrundstück im Wendehammer in Westlage oder Südlage (je 335 Euro). Der Kaufpreis versteht sich inklusive der öffentlich-rechtlichen Erschließungskosten sowie des Aufschlags von fünf Euro zur Förderung einer ressourcen- und energieeffizienten Bauweise.

Die Vorlage sorgte im Rat für Diskussion. Christian Winterbach (Grüne) wollte wissen, ob die Verwaltung die geplante Feuerwehrausfahrt als Wertminderung mit berücksichtigt habe. Thomas Brandt (FDP) meinte, ein Käufer informiere sich immer vorher über die Lage und ihre Gegebenheiten. Für ihn waren die Preise günstig. Kämmerer Willy Kerbusch wies darauf hin, dass die Stadt verpflichtet sei, ihre Grundstücke zum Verkehrswert zu verkaufen. Dem Wunsch junger Familien nach bezahlbarem Wohnraum könne die Stadt entsprechen, indem sie die Grundstücke kleiner zuschneide. Das werde ein wichtiges Thema des im September neu zu wählenden Rates sein. Merlin Praetor (Grüne) sah das Thema „hohe Grundstückspreise“ sehr kritisch. Ihm sei bekannt, dass junge Menschen aus Willich abwanderten, weil sie Wohnungspreise nicht bezahlen könnten. Das sei „eine kranke Spirale“. Ein Wohnort werde häufig auch als soziale Frage bewertet. Bürgermeister Josef Heyes wies darauf hin, dass die Städte Kaarst und Meerbusch gerade wieder große Baugebiete auswiesen, „wir brauchen in Willich dringend neue Flächen“.

Die Vermarktung der Grundstücke soll im August oder September beginnen.

(djm)