Wahlen für den Vorstand Guido Görtz bleibt CDU-Vorsitzender in Willich

Willich · Die Willicher CDU wählte ihren neuen Vorstand am Freitag in der Kulturhalle. Die Mitgliederversammlung war gut organisiert und lief konzentriert ab.

 Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Plum (v.l.), Willichs CDU-Vorsitzender Guido Görtz, NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen und Bürgermeister Christian Pakusch bei der Versammlung in der Kulturhalle.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Plum (v.l.), Willichs CDU-Vorsitzender Guido Görtz, NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen und Bürgermeister Christian Pakusch bei der Versammlung in der Kulturhalle.

Foto: Nadia Joppen

Guido Görtz bleibt Vorsitzender der CDU in Willich. Bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Kulturhalle erhielt er 78 der insgesamt 83 abgegebenen Stimmen – das macht 96 Prozent, rechnete Wahlleiter Stephan Seidel, Geschäftsführer der Kreis-CDU, schnell vor. Zu Stellvertretern wurden Thorsten Doehlert, Claudia Pascaly, Lorena Peters und Marion Teuber-Helten gewählt. Neue Geschäftsführerin wurde Isolde Spohr-Purnhagen, bisher eine der stellvertretenden Vorsitzenden. Neue Schatzmeisterin ist Noelle von Eckartsberg. Alle Wahlen ergaben deutliche Mehrheiten von mehr als 60 Ja-Stimmen.

Die Mitgliederversammlung verlief unspektakulär – hatte aber mit NWR-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) eine prominente Eröffnungsrednerin. In ihrer Rede zeigte sie die verschiedenen Aspekte der Arbeit in ihrem Ministerium auf. Grundsätzlich sei „Landwirtschaftspolitik für jeden wichtig“, spätestens dann, wenn die Verbraucher den Kühlschrank öffneten. Es gebe in Deutschland strenge Vorgaben für die Lebensmittelproduktion, auch die Einhaltung der Schlachtbedingungen seien wichtig. Als Herausforderung für die Landwirte sah sie die Folgen des Klimawandels mit mehr Wärme und Trockenheit. Sie warnte davor, zu viel Land zu bebauen, „was wir versiegeln, holen wir nie wieder für die Landwirtschaft zurück“, sprach sich für eine Reduktion der Pflanzenschutzmittel aus, aber so, „dass unsere Bauern mitkommen“. Sie ging auch auf das Thema „Leben im ländlichen Raum“ ein. Dieser Raum sei Lebensmittelpunkt für die Hälfte der NRW-Bevölkerung und müsse gestärkt werden, damit er nicht nur zum Schlafen genutzt werde. Allein in diesem Jahr seien mehr als 200 Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums gestartet, „wir haben alle förderfähigen Anträge genehmigt“, so Gorißen – von der Skater-Anlage bis zum Funktionshaus. Dabei seien die Menschen vor Ort gefragt, „sie wissen, was am besten für sie ist.“ Unter Verweis auf den kürzlich veröffentlichten Waldschadensbericht, laut dem nur ein Viertel der Bäume in NRW gesund sei, hoffte sie auf eine Erholung der Bestände zum Frühjahr. Das Publikum verfolgte den Vortrag der Ministerin mit großem Interesse.

Nach ihr sprach Guido Görtz zur Situation der CDU in Willich. Es gebe eine klare Einheit von Bürgermeister Christian Pakusch, ihm als Parteivorsitzenden und dem Fraktionsvorsitzenden Paul Schrömbges, so Görtz. Er freute sich, dass die Willicher CDU mit fast 600 Mitgliedern der stabilste und stärkste Stadtverband im Kreis Viersen sei und lobte die vielen Vereinigungen innerhalb des Verbands. Pakusch betonte unter anderem, dass es in Willich gelingen werde, die zugewiesenen Flüchtlinge gut zu versorgen, und zitierte Angela Merkel: „Wir schaffen das!“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort