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Willich: Grüne weisen Kritik zur Wahl von Raimund Berg als Beigeordneter zurück

Willich : Grüne weisen Kritik zur Wahl von Berg zurück

Zur Kritik an der Wahl von Raimund Berg zum Beigeordneten und Kämmerer der Stadt Willich äußern sich die Grünen, deren Fraktionsvorsitzender Berg noch ist. Die Fraktionen der SPD, der FDP und von „Für Willich“ hatten unterstellt, dass die Wahl Bergs bereits lange im Vorfeld ausgemacht worden sei. CDU und Grüne bestreiten das.

„Für die Auswahl des besten Kandidaten zum Beigeordneten und Kämmerer für Willich wurde von allen Parteien einstimmig, laut Ratsprotokoll vom 30. Januar 2020, das gleiche Verfahren bestimmt, welches bereits für die Wahl zum Technischen Beigeordneten in 2018 durchgeführt wurde“, so die Grünen. Auch „Für Willich“, FDP und SPD hätten für dieses Verfahren gestimmt. „Die Gewinnung von Kandidaten und die Durchführung der Vorauswahl wurde von demselben erfahrenen externen Personaldienstleister übernommen wie auch bereits für den Technischen Beigeordneten. Dabei waren im jetzigen Verfahren über 70 Kandidaten im Gespräch, und es lagen einige schriftliche Bewerbungen von qualifizierten Kandidaten vor“, so die Grünen.

Nachdem drei besonders geeignete Bewerber vom Personaldienstleister identifiziert worden seien, habe sich nur Raimund Berg der Vorstellung bei den Ratsfraktionen gestellt. „Dort hat er mit seinen fachlichen Qualifikationen und seiner Persönlichkeit über die Parteigrenzen hinweg überzeugt“, so der Parteivorsitzende der Grünen, Merlin Praetor. Landrat Andreas Coenen habe im Vorfeld das Verfahren geprüft und den Bewerber Berg als geeignet bestätigt. Wie auch bei der Wahl zum Technischen Beigeordneten sei es durchaus üblich, dass andere Bewerber ihre Kandidatur kurz vor der Wahl zurückzögen oder dass – wie bei der erstmaligen Wahl des aktuellen Kämmerers Willy Kerbusch geschehen – nur eine Person zur Vorstellung in den Fraktionen und zur Wahl im Stadtrat stehe. „Über die Gründe des Rückzugs kann nur spekuliert werden, da der Politik die Namen wie üblich nicht bekannt sind. Bei der aktuellen Kritik an diesem Verfahren kann es sich somit nur um Wahlkampf-Getöse der anderen Parteien handeln“, so Praetor.

(msc)