Willich: Die GSG will das alte Wasserwerk im Stahlwerk Becker sanieren

Stahlwerk Becker : Wasserwerk nimmt neuen Anlauf

(msc) Nach jahrelangem Hin und Her wird jetzt die städtische Grundstücksgesellschaft (GSG) die Sanierung des alten Wasserwerks im Stahlwerk Becker übernehmen. Der Aufsichtsrat der GSG beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude vom Besitzer zurückzukaufen.

Dieser wollte eigentlich Mitte 2018 zusammen mit einem Investor mit den Bauarbeiten loslegen und aus dem Wahrzeichen des Stahlwerks ein schickes Bürogebäude machen, doch die Pläne scheiterten.

Die Planungen des Vorbesitzers werden allerdings weitgehend übernommen. 900 Quadratmeter werden nach der Sanierung, die laut GSG-Geschäftsführer Willy Kerbusch und Aufsichtratsvorsitzendem Christian Pakusch noch im ersten Halbjahr 2019 beginnen soll und etwa ein Jahr dauern wird, für Büros zur Verfügung stehen. Angesichts einer Investitionssumme von 2,5 bis drei Millionen Euro sei das Projekt „am Rande der Wirtschaftlichkeit“, so Kerbusch. Was auch erklärt, wieso bisher zahlreiche Versuche, das historische Gebäude wiederzubeleben, scheiterten. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, werde es ein enges Baukosten-Controlling geben, so Kerbusch. Ohne die derzeit niedrigen Zinsen wäre das Projekt zudem nicht zu stemmen. Und: Was die technischen Gewerke angeht, soll es eine Kooperation mit den Stadtwerken Willich geben.

Wenn das Gebäude fertig ist, soll es trotz allen Kostendrucks ein Schmuckstück werden, so Pakusch. Das Wasserwerk wird ein Solitärbau bleiben, einen Anbau wird es nicht geben. Kerbusch ist zuversichtlich, dass sich die Büroflächen gut vermarkten lassen werden. „Wir sind froh über den Rückhalt und einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates, der die Geschäftsführung beauftragt hat, die Ausführung des Projektes nun mit Hochdruck voranzutreiben“, so Kerbusch und Pakusch.

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