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Willich: Wahrzeichen gerettet

Willich : Wahrzeichen gerettet

Der verfallene Wasserturm im Gelände des Willicher Stahlwerks Becker hat nun eine Zukunft: Die Firma W. Paschertz macht daraus ein Büro- und Konferenzzentrum.

Der seit Jahren ungenutzte und im Kopfbereich erheblich beschädigte Wasserturm im Stahlwerk Becker hat wieder eine Zukunft. Die Willicher Grundstücksgesellschaft hat den denkmalgeschützten Turm aus dem Jahr 1908 an das Willicher Bau-Unternehmen W. Paschertz Grundstücks GmbH verkauft.

Und deren Geschäftsführer Christian Paschertz hat Großes mit dem denkmalgeschützten und nächtens angestrahlten Prachtstück vor: „In den nächsten Jahren stehen Sanierung und Ausbau an, außerdem wollen wir angrenzend ein dreistöckiges Bürogebäude bauen. Daraus wird auf der gegenüberliegenden Seite ein achtstöckiger Versorgungsturm mit Aufzug und Treppenhaus hervorgehen.“ Vier Querspangen in unterschiedlichen Höhen sollen von dort Zugänge zum historischen Komplex bilden.

Im Wasserturm sind Büro-Räume vorgesehen, auf der siebten und achten Etage entsteht ein Konferenzzentrum mit bis zu 130 Quadratmetern Seminarräume. Im Erdgeschoss des Wasserturms ist ein Café vorgesehen, das auch von Mitarbeitern umliegender Firmen genutzt werden kann. „Wir haben schon die Zusage, dass wir auf dem Dach des Versorgungsturms eine Dachterrasse errichten können“, freut sich Paschertz. Er erläutert, dass „alles andere im Moment in der Planungsphase“ stehe und mit den Denkmalschutz-Behörden abgestimmt werden müsse: „Daher können wir noch kein endgültiges Modell zeigen.“ Diese Abstimmungsgespräche sind denn auch der Grund dafür, dass der Termin für den Baubeginn noch nicht fix ist. Paschertz rechnet mit einer Bauzeit von zwölf Monaten.

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Insgesamt wird das Unternehmen eine Fläche von 2199 Quadratmetern entwickeln. „Dieses Projekt mit einem Willicher Wahrzeichen im Zentrum des Stahlwerks ist für uns als alteingesessene Willicher Firma natürlich ein Liebhaber- und Prestige-Objekt“, so Paschertz, der auch mit dem eigenen Büro in die neuen Gebäude einziehen wird: „Wir möchten hier ein Vorzeigeprojekt entwickeln, dass das gesamte Gelände aufwertet und in das Gesamtbild dieses besonderen Industrie-Denkmals Stahlwerk Becker passt.“

„Signalwirkung“

Was auch Peter Heinze von der Willicher Wirtschaftsförderung so sieht: „Der Wasserturm mit dem geplanten Büro- und Konferenzzentrum ist ein Leuchtturmprojekt für das Stahlwerk Becker mit Signalwirkung über die Stadtgrenzen von Willich hinaus.“ Es sei auch in seiner ästhetischen Gestaltung vielversprechend.“

(RP)