Wählergemeinschaft „Für Willich“ erweitert ihren Vorstand

Nun offiziell : Wählergemeinschaft „Für Willich“ erweitert ihren Vorstand

Derzeit sind es in Anlehnung an den US-Spielfilm-Klassiker „zwölf Geschworene“, die der neuen und unabhängigen Wählergemeinschaft „Für Willich“ angehören. Weitere haben bereits Absichtserklärungen abgegeben, in Kürze ebenfalls beizutreten.

Jetzt traf sich die Wählergemeinschaft, die seit wenigen Wochen ein eingetragener Verein ist, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Vorsitzender Detlef Nicola: „Jetzt kann unsere Arbeit so richtig losgehen.“

Nachdem bereits im November 2017 die drei „Rebellen“ Detlef Nicola, Theresa Stoll und Martin Dorgarthen die SPD-Fraktion im Rat verlassen und die neue Ratsfraktion „Für Willich“ gegründet hatten, gibt es sie nun offiziell als Wählergemeinschaft. In den kommenden Wochen und Monaten soll kräftig die Werbetrommel in allen Stadtteilen gerührt werden, um dann eine wirkliche Basisarbeit leisten zu können.

Bevor der geschäftsführende Vorstand (Vorsitzender Detlef Nicola, 2. Vorsitzende Theresa Stoll, Geschäftsführer Martin Dorgarthen) um die neuen Beisitzer Yannic Barian, Niklas Empt, Jessica Born und Helmut Maassen erweitert wurde, ließ Nicola die etwa 15-monatige Arbeit der neuen Fraktion im Stadtrat Revue passieren. Er fasste zusammen: „Wir sind mittlerweile in der Willicher Kommunalpolitik angekommen, man nimmt uns ernst und betrachtet uns als eine politische Konkurrenz.“

Nicola nannte zahlreiche Punkte, in denen sich die dreiköpfige Fraktion bisher eingemischt habe, auch wenn einiges abgelehnt worden sei, so eine Erhöhung der Zuschüsse an die Vereine. Kein Verständnis hatte er dafür, dass der Rat die sofortige Senkung der Kita-Elternbeiträge abgelehnt hat. Und an die Adresse der Grünen sagte Nicola: „Ihre Vasallentreue zur CDU war ihnen offensichtlich wichtiger als die Entlastung junger Familien.“

Empört zeigte sich ferner der Vorsitzende von Fraktion und Wählergemeinschaft darüber, dass die Stadtverwaltung unlängst die Anschaffung von 42 Defibrillatoren für viele städtische Einrichtungen (dies sei schließlich eine Initiative von Theresa Stoll gewesen) als ihr Werk angepriesen habe. Die Schlussfolgerung von Nicola: „Da klingen offensichtlich schon der Wahlkampf und die einseitige Unterstützung des Bürgermeisters und seiner Partei durch.“

Schließlich stellte Detlef Nicola für die Jahre 2019 und 2020 ein Strategieprogramm für alle kommunalen Bereiche vor. Einig ist sich die Wählergemeinschaft, die Bürger dabei wirklich mitnehmen zu wollen. Unter anderem steht auf der Agenda: die Stärkung des Einzelhandels, der Glasfaser-Ausbau in allen Stadtteilen, Baumschutzsatzung, ein Lkw-Durchfahrtsverbot in Neersen, eine Nordumgehung für Schiefbahn, die Weiterführung der Regiobahn, keine JU52-Rundflüge über Neersen, eine Pausenhalle für die Alt-Willicher Gesamtschule, größere Förderung des Ehrenamts sowie Alternativen für ein „Ambulatorium“ zu entwickeln. Die nächste Mitgliederversammlung ist am 26. September um 19.30 Uhr in „De Hött“.

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