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Tönisvorst: Vorst lebt Inklusion

Tönisvorst : Vorst lebt Inklusion

In diesem Jahr feiern der Vorster Jugendtreff und die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen Kreis Viersen zum dritten Mal das ViVo-Sommerfest. Dabei dreht sich alles um das Thema Inklusion.

Barrieren und Berührungsängste abzubauen und Menschen mit und ohne Behinderung zusammen zu bringen, damit diese voneinander lernen und profitieren können — dies hat sich der Vorster Jugendtreff und die unter der Trägerschaft der Lebenshilfe stehende Landes-Organisation "KoKoBe" (Koordinierung, Kontakt, Beratung) auf die Fahnen geschrieben.

Am Samstag, 30. Juni, 14 bis 18 Uhr, findet mit großer Unterstützung anderer Vereine und Organisationen an der Gerkeswiese in Vorst ein großes Sommerfest statt, das die bisherigen zwei aus den Jahren 2010 und 2011 deutlich übertreffen wird.

Die Verantwortlichen stellten gestern das Programm vor. Danach soll auf dem Schulhof hinter dem Jugendtreff eine große Spiel-, Info- und Erlebnismeile aufgebaut werden. Kinder und Jugendliche des Treffs haben die ersten Plakate bemalt, die an den Fenstern des Jugendheimes hängen.

Zu den vielen Mitwirkenden gehören unter anderem Parteien, Kreis-Jugendamt, Schul-Sozialarbeiter, Karnevalsgesellschaften, Messdiener, Imker, die Künstlergruppe "Facette" oder Kreative aus den Reihen einiger Lebenshilfe-Einrichtungen und Werkstätten. Zahlreiche Bewegungsspiele wird es geben, außerdem eine Oldtimer-Show und andere Glücks- und Geschicklichkeitsstände. Musiik liefern die Rock-Formation "Barn in Haze" und das s "Class Anders Orchester" der Lebenshilfe. Der Leiter des Vorster Jugendtreffs, Stephan Schmalenberg (43), erinnert sich an die Anfänge der gemeinsamen Aktionen von Gesunden und Gehandicapten: "Es fing 2003 mit einer eigenen Disco-Veranstaltung an, da unsere behinderten jungen Besucher nicht in normale Discos hereinkamen."

Mittlerweile gehören auch Menschen mit Behinderung zum ehrenamtlichen Mitarbeiterstab des Jugendtreffs, worüber sich auch die pädagogische Fachkraft Jessica Goßen (34) freut. Und es entstanden bei der Zusammenarbeit mit "KoKoBe", die bei der Programmvorstellung durch Petra Zohlen (41) oder Iris Intveen (32) vertreten war, außerdem allmonatliche offene Treffs im Jugendheim. Die Organisatoren sprechen von einem "VIVo-Sommerfest". Wobei das VIVo steht für: Vorst lebt Inklusion, Vorst lebt ohne Barrieren.

Dazu fällt Jessica Goßen noch ein konkreter Verbesserungsvorschlag ein: "Es wäre wunderschön, wenn man den Haupteingang des Jugendtreffs barrierefrei gestalten könnte, dann brauchen unsere Rollis nicht mehr hinten herum reinfahren." Und Petra Zohlen hat ebenfalls einen Wunsch: "Dass der Kreis Viersen seinen Behinderten-Fahrdienst weiter ausbaut und dadurch mehr Gehandicapten die Möglichkeit gibt, Freizeitangebote zu nutzen."

(wsc)