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Volksbanken Mönchengladbach und Meerbusch prüfen Fusion

Volksbank Mönchengladbach mit Zweigstelle Willich : Volksbanken prüfen nächste Fusion

Stellenabbau oder Filialschließungen als Folge der möglichen Fusion sind nicht geplant.

Die Volksbank Mönchengladbach, zu der die Zweigstellen Erkelenz und Willich zählen, prüft einen Zusammenschluss mit der Volksbank Meerbusch. Dies berichten die beiden Institute in einer Pressemitteilung über die beabsichtigten Sondierungsgespräche. „Ziel ist ein Zusammenschluss im Jahr 2020“, erklärt Veit Luxem, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach eG. Drei Trends, die den deutschen Bankensektor seit Jahren bestimmen, stellen die Banken vor große Herausforderungen: Das anhaltende Niedrigzinsniveau, steigende regulatorische Auflagen und die fortschreitende digitale Revolution. „Diese Strukturveränderungen gehen auch an unserer Region nicht spurlos vorüber“, sagt Luxem.

Die Vorstände und Aufsichtsräte beider Häuser halten einen Zusammenschluss für geboten, heißt es in der Mitteilung. Ziel sei es, jetzt die Weichen für eine gemeinsame Zukunft als eine starke genossenschaftliche Regionalbank zu stellen. Die Volksbank Mönchengladbach ist etwa sechs Mal so groß wie die Volksbank Meerbusch. Die Fusion soll laut Luxem keinen Stellenabbau und keine Verkleinerung des Filialnetzes zur Folge haben. Der Vorstandsvorsitzende schränkt zugleich ein, dass das Bankgeschäft immer digitaler werde und die Filialen deshalb ständig auf dem Prüfstand stehen. Bei jeder durch natürliche Fluktuation frei werdende Stelle werde geprüft, ob die Position neu besetzt werden müsse.

Zu den Vorteilen eines möglichen Zusammenschlusses sagt Luxem, dass die Volksbank Meerbusch mit ihren 63 Mitarbeitern etwa im Bereich der komplizierten regulatorischen Auflagen von dem Fachwissen der Spezialisten der Volksbank Mönchengladbach und ihren 413 Mitarbeitern profitieren kann. Zurzeit werde in vielen kleinen Einheiten agiert. „Da muss jeder so ziemlich alles können und trägt den sprichwörtlichen Bauchladen mit sich herum“, sagt Luxem. Eine Fusion biete die Chance, dass alle auf das Fachwissen der Spezialisten aus dem eigenen Haus zugreifen könnten.

Nach Darstellung des Vorstandsvorsitzenden sind beide Institute wirtschaftlich gesund und stabil, risikoarm aufgestellt und lokal verbunden. „Unsere Kundennähe soll erhalten bleiben, bequemer Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort werden so auch in Zukunft gewährleistet sein“, erklärt Luxem. Eine Entscheidung soll im Mai 2020 bei den Vertreterversammlungen fallen.