Verein „Tierschutz für Willich“ feiert 20-jähriges Bestehen

20-jähriges Bestehen : Willicher Tierschutzverein feiert Geburtstag im Gründerzentrum

Der Verein „Tierschutz für Willich“ blickt auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Gefeiert wurde mit einem Fest, bei dem Tiere im Mittelpunkt standen.

Als 1999 eine Handvoll Menschen den Verein „Tierschutz für Willich“ ins Leben riefen, weil ihnen das Tierwohl am Herzen lag, hätten sie nicht gedacht, dass sich daraus ein Verein mit 160 Mitgliedern, etlichen Pflegestellen, eigenem Vereinsheim mit Sprechstunde und Futterausgabe für Bedürftige, Quarantänestation, Tierschutzauto, vielen Tiervermittlungen und Angeboten wie Urlaubspflege und Tierschutztagen entwickeln würde. Immerhin sah es nur fünf Jahre nach der Gründung so aus, als würde sich der Verein wieder auflösen, weil die damaligen Vorstandsmitglieder ihren Tierschutztätigkeiten nicht länger nachkommen konnten. Doch es fand sich ein neues ehrenamtliches Team, und es ging weiter.

Schon 2005 ging die Homepage an den Start, wobei auch eine Internetseite für verschwundene Haustiere ins Leben gerufen wurde. Die gesamte Historie ließ der erste Vorsitzende des Vereins „Tierschutz für Willich“, Ralf Thaler, jetzt beim Geburtstagsfest im Gründerzentrum noch einmal Revue passieren. Inmitten von vielen weiteren Ständen rund um Hund, Katze und weitere Kleintiere konnten sich die Besucher in den verschiedenen Bereichen informieren. Ob die elektrische Ultraschallzahnbürste für Tiere, Physiotherapie für Vierbeiner, Hundespielzeug, Geschirre, Hilfsorganisationen wie Pro Greyhound oder Tierfotografie – die Palette der Aussteller war groß.

Nach wie vor beschäftigen zwei große Themen den „Tierschutz für Willich“, wie Thaler verdeutlichte. Das ist auf der einen Seite die Kastrations- und Chip-Pflicht für Katzen und auf der anderen Seite der Wunsch nach einem eigenen Tierheim für Willich. „Wir haben derzeit allein 26 Katzenkinder, die unter acht Wochen alt sind. Die Katzenschwemme nimmt kein Ende. Wir können noch so viel an die Vernunft der Tierhalter appellieren und bitten zu kastrieren – es bringt nichts. Solange kein Ordnungsgeld droht, passiert nichts“, sagt Thaler.

Die Ehrenamtler des Vereins „Tierschutz für Willich“ stellen auch fest, dass der Trend, ein Tier auszusetzen, steigt. Was nicht mehr gewollt ist, zu alt oder krank ist oder einfach nicht mehr ins Familienleben passt, wird kurzerhand ausgesetzt, und das teilweise samt Box. Daher bietet der Verein den Bürgern Hilfe und Beratung an. „Wenn ein Tier krank wird und es ein Besitzer vielleicht aus Gründen der Arbeitslosigkeit nicht mehr schafft, für Kosten aufzukommen, oder jemand sich wegen einer Erkrankung nicht mehr um sein Tier kümmern kann, können uns die Besitzer ansprechen. Wir finden eine Lösung“, betont Thaler.

Auf der anderen Seite sucht der Verein weiterhin Menschen, die sich im „Tierschutz für Willich“ engagieren und vielleicht auch eine Pflegestelle bieten möchten. Wobei eine solche Aufgabe kostenneutral ist. Der Verein trägt die gesamten Kosten der Pflegestellen.

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