1. NRW
  2. Städte
  3. Willich

Stadt Willich: Umweltschutzpreis geht an den Alperhof

Stadt Willich : Umweltschutzpreis geht an den Alperhof

Der Preis wurde 2010 ins Leben gerufen, um junge und ältere Willicher zu umweltbewusstem Handeln zu animinieren: Jetzt wurde der Umweltschutzpreis 2017 an die Kindertagesstätte Alperhof verliehen.

Die Kindertagesstätte Alperhof hat den Umweltschutzpreis 2017 der Stadt Willich gewonnen. Der Preis wurde jetzt verliehen. Die Jury aus Politik und Verwaltung hatte den "Alperhof" aus insgesamt neun Bewerbungen in der Kategorie "Kinder, Jugendliche sowie Schul- und Kindergartenprojekte" ausgewählt. Ausgezeichnet wurde das erstmals durchgeführte Projekt "Spielzeugfreie Zeit". KiTa-Leiterin Sylke Küppenbender, Kinder, Eltern und Erzieherinnen hatten für mehrere Wochen konsequent das gesamte konventionelle Spielzeug aus dem KiTa-Alltag verbannt und stattdessen mit Naturmaterial, Kartons etc. gespielt und gebastelt.

"Das bewusste Wahrnehmen der Natur hat auf die Kinder einen bleibenden Eindruck gemacht", so Sylke Küpenbender. Die Jury lobte in ihrer Preisbegründung die "sehr gelungene Arbeit, die sowohl pädagogische als auch ökologische Ansätze verfolgt." Die Kinder durften sich über ein Preisgeld von 400 Euro seitens der Stadt Willich und einen Sonderpreis in der gleichen Höhe freuen, den die Sparkasse Krefeld, vertreten durch Marco Jütten, stiftet. Außerdem steht die Wander-skulptur, die aus dem Holz des "Kruse Boom" gefertigt wurde, für ein Jahr im Kindergarten.

  • Kita Alperhof : Eine neue Nestschaukel für die Kinder
  • Klassentreffen : Wiedersehen nach 50 Jahren
  • Die drei Abgeordneten aus dem Kreis
    Bundestagswahl 2021 : Für den Kreis Viersen in Berlin

Platz zwei ging an die Vinhovenschule in Neersen. Die Schüler hatten den Nabu Willich beim Bau einer Schmetterlingsinsel unterstützt. Sie bemalten eine Holztafel mit heimischen Schmetterlingsarten, die dann auf der Insel aufgestellt wurde. Außerdem versuchten sich die Kinder mit Nabu-Unterstützung in der Anzucht von Schmetterlingsraupen. Mit dem Projekt sei auch das Bewusstsein für das dramatische Insektensterben gewachsen, so die Jury. Ihr Preie: Je 200 Euro von der Stadt Willich und der Sparkasse Krefeld.

Den dritten Preis hatte die Jury zwei Mal vergeben - an Annis Charaf vom Lise Meitner-Gymnasium für ihre Untersuchung der "Folgen des CO2-Eintrags ins Meer und der damit verbundenen Säure-Entstehung auf kalkbildende Lebewesen im Meer". Die Arbeit sei "in sich schlüssig" und zeige "die globalen Folgen der Umweltverschmutzung". Der weitere dritte Preis ging an drei Schülerinnen (Henriette Detken, Carla Henkel, Marlen Nienhaus) - ebenfalls vom Anrather Gymnasium. Sie hatten den Bau eines Teiches mit Ansiedlung von Flora und Fauna beschrieben. Die Arbeit zeige, "wie schnell sich Leben in einem auch noch so kleinen Teich ansiedelt", so die Jury.

Beide Preisträger erhielten je 100 Euro von der Stadt und der Sparkasse Krefeld.

Einen mit 200 Euro dotierten Sonderpreis erhielt die Arbeitsgemeinschaft "Jugend forscht" des Lise Meitner-Gymnasiums. Die Gemeinschaft verschiedener Schüler-Forschungsprojekte hat mehrfach Preise errungen, die eine "hohe fachliche und umweltpädagogische Qualität" der Arbeit belegten. Dazu komme, dass sich alle Beteiligten ausschließlich außerhalb des normalen Schulunterrichtes engagieren.

Keine Auszeichnung gab es in der zweiten Kategorie des Willicher Umweltschutzpreises für Erwachsene / Verein / Firmen. Es habe keine Bewerbungen gegeben, bedauerte der Umweltbeauftragte der Stadt Willich, Franz-Carl Hübner. Der stellvertretende Bürgermeister Guido Görtz lobte das Engagement und meinte zu den Kindern: "Ihr habt Vorbildfunktion und zeigt, dass Umweltschutz wichtig ist".

(djm)