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Stadt Willich: Umweltschutzpreis für Baumbücher

Stadt Willich : Umweltschutzpreis für Baumbücher

Die Vinhovenschule Neersen hat wie im Vorjahr den Umweltschutzpreis 2012 der Stadt Willich gewonnen. Er wurde am Donnerstag nach der Sitzung des Umweltausschusses verliehen. Der diskutierte über Hundefreilaufflächen in der Stadt.

Für ihr Projekt "Baumbücher" hat die Vinhovenschule in Neersen den Umweltschutzpreis 2012 erhalten. Bürgermeister Josef Heyes, der Umweltausschussvorsitzende Guido Görtz, die Technische Beigeordnete Martina Stall und Peter Radtke von der Sparkasse Krefeld übergaben den Pokal und den mit 500 Euro dotierten Preis an die katholische Grundschule. Sie hatte schon 2011 gewonnen.

Schüler hatten Baumbücher hergestellt. Dafür hatten Sie von Bäumen produzierte Materialien gesammelt. Nach der Konservierung bastelten die Schüler daraus für jede Baumart ein eigenes Holzbuch.

In der Kategorie Vereine, Firmen, Verbände und Gruppen ging der Preis an die Willicher Firma XCOM AG für ihr "Effizientes Rechenzentrum". Um Computer, die sich unter Volllast stark erhitzen, nicht mit einer stromintensiven konventionellen Klimaanlage zu kühlen, hat das Unternehmen an einer wassergeführten Kühlung geforscht, die den Stromverbrauch nach Firmenangaben stark reduziert. Das Preisgeld in Höhe von 400 Euro spendet die Firma der Eva-Lorenz-Umweltstation.

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Vor der Preisverleihung hatte sich der Umweltausschuss wiederholt mit dem Thema Hundewiese in der Stadt beschäftigt. Jetzt soll es jedoch "nur" eine Hundefreilauffläche im Stahlwerk Becker werden. Sie soll eine Alternative zum ursprünglichen Plan sein, eine Hundewiese an der Moltkestraße einzurichten.

Der Hintergrund: Die Verwaltung hat nach der Erhöhung der Hundesteuer durch den Rat und dem daraus resultierenden Beschluss des Umweltausschusses im Januar, aus den Mehreinnahmen eine Hundewiese zu finanzieren, mit dem Verein Tierschutz für Willich darüber gesprochen, ob die Vereinsmitglieder sich um eine Wiese an der Moltkestraße kümmern können. Es habe sich gezeigt, dass der Verein das personell und finanziell nicht leisten könne und eigentlich nur eine Möglichkeit wünsche, damit Hunde in der Stadt ohne Leine laufen können. Das gehe an der Moltkestraße nicht, weil sich zwischenzeitlich auch Anwohnerprotest gegen Hundelärm formiert habe, so die Verwaltung. Als alternative Freilauffläche schlug sie daher die Überlauffläche im südlichen Teil des Stahlwerks vor. Dafür ist nur eine Lockerung der "ordnungsbehördlichen Verordnung" zum Thema Leinenzwang im innerstädtischen Bereich notwendig. Außerdem müssen Zaunelemente zum Schutz der benachbarten Pferdekoppel gesetzt werden. Als einmalige Investition rechnet die Verwaltung mit 6220 Euro, dazu kommen jährliche Unterhaltungskosten von 7620 Euro, wobei die Stadt in der Pflicht sei, wöchentlich die Sicherheit zu kontrollieren und z.B. Löcher im Boden zu verfüllen.

In der Diskussion ermahnte Hubertine Engels (CDU) die Hundebesitzer zu mehr Respekt. Viele Hundehalter seien immer noch ohne Kotbeutel für die Tiere unterwegs. Rosemarie Theisen (SPD) sprach sich wegen der Einsparungen im Bildungsbereich vehement gegen die Kosten für eine solche Fläche aus: "Die SPD ist raus aus der Nummer". Karl Heinz Koch (FDP) verlangte einen Ortstermin. Außerdem merkte er an, dass auf dem Alleenradweg viele Hunde verbotswidrig nicht angeleint liefen und mahnte Strafen an. Als Vertreter der Landwirte bemängelte Heinz Johnen (CDU), dass viele Hundehalter ihre Tiere in die bewirtschafteten Felder ließen. Dadurch würden Folien über den Pflanzen zerstört.

Letztlich stimmte der Ausschuss mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen für die Freilauffläche und beauftragte die Verwaltung, in den anderen Stadtteilen ebenfalls geeignete Flächen zu suchen.

(djm)