Umbau der Sauna "De Bütt" in Willich auf der Zielgeraden

„De Bütt“ : Sauna-Umbau auf der Zielgeraden

Stück für Stück nimmt die neue Saunalandschaft im Willicher Schwimmbad „De Bütt“ Formen an. Die ersten Rohbauten, in denen zukünftig geschwitzt werden kann, stehen bereits.

„Man sieht, es wächst“, sagt Joachim Stukenberg. Damit meint der Leiter des Geschäftsbereiches Objekt- und Wohnungsbau der Stadt Willich nicht nur den Neubau, der sich unübersehbar rechts neben dem Schwimmbadeingang in die Höhe erhebt und eindeutig zeigt, dass hier gearbeitet wird. Die in den Rohbauzustand zurückgebaute Saunalandschaft des Willicher Schwimmbads „De Bütt“ nimmt langsam, aber sicher ebenfalls Gestalt an.

Die ersten beiden Holzkonstruktionen für die finnische Sauna und die Bio-Sauna samt der thermischen Isolation stehen bereits. Wobei das Ganze derzeit sehr futuristisch anmutet. Die silbrig glänzende Isolation erinnert an die Bespannung eines Raumschiffs aus Science-Fiction-Filmen. „Die finnische Sauna wird unsere Schlossparksauna“, sagt Joachim Stukenberg. Sie bekommt als Himmel beleuchtete Glasfenster, die den Eindruck erwecken werden, als ob sich die Besucher im Wald befinden und in die Baumwipfel schauen. Die Rückwand erhält dazu eine alte Ziegeloptik, sodass auch ein Stückchen Schlosscharakter gegeben ist. Allerdings werden die Temperaturen höher liegen als im Park am Neersener Schloss: Es geht bis 90 Grad hinauf.

Auf dem Dach des Altbaus wird es einen Wintergarten und eine Panoramasauna geben. Foto: Wolfgang Kaiser

In der daneben liegenden Bio-Sauna werden hingegen mittlere Temperaturen vorherrschen. 50 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit, kombiniert mit einer grün hinterlegten Weidenwand, sollen für ein Natur-Niederrhein-Feeling sorgen. Joachim Stukenberg umkreist einen großen Materialstapel, der im Bereich des späteren Dampfbades liegt. Holz für den Innenausbau und vorgefertigte Deckenelemente für die Saunen warten auf den Einbau.

Während der Blick in Richtung Decke noch an einen Rohbau denken lässt, da das gigantische Rohrsystem für Lüftung und Co. noch zu sehen ist und einzelne Elemente wie Schläuche von Dunstabzugshauben herunterhängen, sieht es am Boden, wo die Schutzpappen ein Stückchen Bodenfläche freigeben, schon fertig aus. Die rutschfesten cremefarbenen rechteckigen großen Fliesen für den Feuchtbereich liegen bereits. Weitere Kartons mit Fliesen stapeln sich im zukünftigen Eingangsbereich der Saunalandschaft. Allerdings haben diese eine Holzoptik. Wie das Ganze verlegt aussieht, ist im zukünftigen Gastronomiebereich zu erkennen. Dort ist nämlich ein Fliesenleger bei der Arbeit. „Wir haben uns für die Holzoptik, die versetzt gelegt wird, im Nicht-Feuchtbereich entschieden. So ist für den Besucher eine klare Differenzierung der beiden Bereiche direkt zu erkennen“, sagt Benny Schloßmacher, der technische Leiter des Bades.

Über dem Haupteingang der „Bütt“ ist der Neubau für einen Teil der Sauna-Landschaft zu sehen. Foto: Wolfgang Kaiser

Für den Ruhebereich mit Blick nach draußen ist indes klar, dass dort keine der beiden Fliesen verlegt werden. „Keine Fliesen“ ist auf dem Betonboden als Hinweis für die Arbeiter zu lesen. „Aufgrund der Schallisolierung peilen wir einen Korkboden an. Im Ruheraum soll wirklich Ruhe herrschen. Da kommt es entsprechend auch auf den Boden an“, sagt Joachim Stukenberg.

Nicht nur im Innenbereich wird fleißig gearbeitet. Um jede Menge Baumaterial herum geht es auf das Dach, wo künftig ein 40 Quadratmeter großer Wintergarten und eine finnische Panoramasauna mit Blick auf den Freibadbereich zum Entspannen einladen werden. Mörtelkübel mit Lampen fallen ins Blickfeld. „Das sind die alten, bereits abmontierten Außenlampen“, informiert Benny Schloßmacher. Arbeiter sind mit den Vorbereitungen für den Dachboden beschäftigt. Auf eine entsprechende Unterkonstruktion folgt die Verlegung eines WPC-Belags.

Aus Richtung Neubau, der mit seinen gelben Holzfaserplatten ins Auge fällt, ist indes ein schabendes Geräusch zu hören. Die Dachdecker schieben die alte Isolierung auf dem Dach ab. Hier wird alles für den Steg vorbereitet, der Neu- und Altbau miteinander verbinden wird. Wo jetzt noch ein Fenster ist, folgt ein Türeinbau, wobei die Türelemente allesamt schon angeliefert sind. Rund sieben Meter lang wird der Steg, eine Stahlkonstruktion mit Glas und Paneelen.

Im Neubau selbst sind alle Vorinstallationen abgeschlossen. Die Fußbodenheizung ist installiert, und die Wände sind gesetzt. „Gerade ist der Estrich reingekommen. Das bedeutet, dass dort drei Tage lang nichts geht, weil der Estrich trocknen muss“, erklärt Joachim Stukenberg. Der Komplex, der die Umkleiden und sanitären Anlagen beinhalten wird, erhält von außen noch eine Verkleidung mit wetterfesten Platten im Holzimitatlook. So gelb, wie er derzeit noch leuchtet, bleibt er nicht.

Vor dem Hintergrund, dass im laufenden Badbetrieb umgebaut wird, sind alle Verantwortlichen mit dem Voranschreiten der Arbeiten an der neuen Saunalandschaft zufrieden. Wenn alles klappt, geht sie im Frühjahr an den Start.

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