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Tag der Elektro-Mobilität in Neersen bei schlechtem Wetter

Neersen : Tag der Elektro-Mobilität litt unter dem schlechten Wetter

„Vielleicht gelingt es ja irgendwann auch, das Regenwasser als eine Energiequelle zu nutzen“, dachte am Sonntag im Neersener Schlosshof Albert Lopez, Geschäftsführer der Stadtwerke Willich, schon einen Schritt weiter.

Diesmal ging es aber um die Energie aus der Steckdose. Stadtwerke und Stadtverwaltung führten erneut einen „Tag der E-Mobilität“ durch. Leider sorgte der anhaltende Regen nicht für den Besuch, den die Veranstalter mit den Mitwirkenden verdient gehabt hätten. Einige Händler, die zugesagt hatten, kamen erst gar nicht. Und da der Regen nicht enden wollte, musste das Event am Sonntag am frühen Nachmittag abgebrochen werden.

Der städtische Verkehrs- und Mobilitätsplaner Armin Printzen hatte gemeinsam mit Ulrike Kretschmann, die bei den Stadtwerken in der Marketing-Abteilung arbeitet, diesen Tag organisiert, dazu etwa zehn Händler eingeladen, die einige E-Fahrzeuge präsentierten, vom E-Bike für 2000 Euro über den etwa 5000 Euro teuren Kabinenroller, dem „Outlander“ von Mitsubishi, bis hin zum „Porsche Cayenne e-hybrid“, der für schlappe 95.900 Euro zu haben war.

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Ein Unternehmer aus Neuss brachte sogar den neueten blauen Tesla, Model 3, mit, der wohl erst 2019 auf den deutschen Markt kommt. Die Neusser verleihen bereits dieses Fahrzeug, ein Tag kostet inklusive 200 Frei-Kilometer 395 Euro, der Wochenend-Tarif liegt bei 795 Euro mit 500 Frei-Kilometern.

Rede und Antwort stand unter anderem Marcel Gellißen, Klimaschutzmanager bei der Stadtverwaltung Willich. Er erklärte, dass zu den derzeit fünf öffentlichen Ladestationen in absehbarer Zeit weitere fünf dazukämen, so am Anrather Bahnhof, an der Robert-Schumann-Europaschule in Alt-Willich sowie im Stahlwerk Becker am Job-Center, am Schiefbahner Verwaltungsgebäude im St. Bernhard Gymnasium sowie in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Rathauses in Schiefbahn.

Auch den derzeit eher spärlichen E-Fahrzeugpark werde man, so Gellißen, stetig ausbauen. Derzeit gebe es nur einen Smart und beim Bauhof einen kleinen Elektro-Transporter für die Parkpflege. Wohl im nächsten Jahr kämen für die Verwaltung acht Elektrofahrzeuge sowie für den Bauhof drei sogenannte StreetScooter dazu.

Die Stadtwerke, die bisher zwölf E-Fahrzeuge haben, wollen 2019 weitere sechs Fahrzeuge anschaffen und die Lade-Stationen kontinuierlich ausbauen.

Schon am Morgen regnete es, so dass die mitmachenden und unterhaltenden Künstler, unter ihnen auch das Jazz-Trio „Coffee und Cigarettes“, die Pavillons vorzogen. Der 20-jährige Graffiti-Künstler Danny Janke war mit einem leuchtenden Globus ebenfalls dabei. 

(Schö)