Studie zur Westverlängerung der Regiobahn S 28

Studie : Westverlängerung der Regiobahn S 28 bleibt das erklärte Ziel

Die Westverlängerung der Regiobahn S 28 soll Fahrt aufnehmen. Deswegen bringt ein lokales Projektteam mit Vertretern des Kreises Viersen, der Städte Viersen und Willich sowie der Regiobahn die Planung weiter voran.

Die Hauptaussagen einer Studie des Büros Planersocietät aus Dortmund liegen nun vor – verbunden mit der dringenden Empfehlung, die Westverlängerung bis nach Viersen zu realisieren.

„Die Studie zeigt deutlich, dass die Westverlängerung viele Nutznießer in allen Anrainerkommunen hat“, sagt Landrat Andreas Coenen. „Ich möchte diese Chance nutzen, mit allen Partnern gemeinsam die Regiobahn auf die Schiene zu bringen. Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um den elementaren Lückenschluss im Nahverkehrsnetz auf der Schiene am westlichen Niederrhein auf den Weg zu bringen.“

Die Planersocietät hat die Vorteile für den Verkehr und die Volkswirtschaft der S 28-Verlängerung vom Bahnhof Kaarster See bis zum Bahnhof Viersen aufgearbeitet. Die Studie macht große Potenziale und neue Standortvorteile für Wohnen und Gewerbe aus. Zurzeit leben rund 128.500 Einwohner und arbeiten rund 43.300 Beschäftigte im Einzugsbereich der drei Bahnhöfe Schiefbahn, Neersen und Viersen. Weitere Wohn- und Gewerbeentwicklungen sind geplant.

Die Westverlängerung der S 28 verläuft in weiten Teilen nahezu parallel zur Autobahn 52. Sie ist daher eine zuverlässige und komfortable Alternative zur Autofahrt über stauanfällige Straßen. „Die Verlängerung der S 28 ist nicht zuletzt unter dem Aspekt des Klimaschutzes zwingend“, sagt Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller. „Sie bietet eine umsteigefreie Verbindung für viele Ein- und Auspendler zwischen Viersen und Düsseldorf und entlastet die Autobahnen.“

Synergien ergeben sich auch für das nördliche Stadtgebiet von Mönchengladbach – insbesondere, wenn sich dort der Gewerbestandort weiter entwickelt. Die jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrtechnik zeigt Entwicklungsmöglichkeiten auf. „Gerne können wir die Haltestelle mit Bezug hierauf benennen und um Neersen ergänzen“, betont Willichs Bürgermeister Josef Heyes. „Die Regiobahn wird auch ein wichtiger Baustein für die zukünftige Erreichbarkeit der Gewerbegebiete in Schiefbahn und rund um den Mönchengladbacher Flughafen sein.“

Die Regiobahn hat sich als Verbindung mit einem dichten Takt, pünktlichen Fahrten und einer sehr geringen Ausfallquote etabliert. Der Bahnhof Schiefbahn in unmittelbarer Nähe zum Autobahnanschluss ist als Umstieg für Pendler von besonderer Bedeutung. Die Vernetzung mit Buslinien und eine Verbesserung der Bike-and-Ride-Angebote ist ebenfalls in die Planung eingebunden. Damit leistet das Projekt Regiobahn einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduktion des CO2-Ausstoßes. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Einsatz neuer Elektrotriebwagen und der Elektrifizierung der Strecke.

(RP)
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