1. NRW
  2. Städte
  3. Willich

Studie für Radschnellverbindung Krefeld, Willich, Mönchengladbach liegt vor

Route über Willich : Studie: Radschnellweg ist sinnvoll

Die Machbarkeitsstudie für eine 17 Kilometer lange Radschnellverbindung zwischen Krefeld, Willich und Mönchengladbach liegt jetzt vor. Nun startet die politische Beratung. In Willich wird die Studie am 10. Juni präsentiert.

Eine Radschnellverbindung von Krefeld über Willich bis Mönchengladbach ist sinnvoll und machbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie des Büros H. Berg & Partner GmbH aus Aachen, die die Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft (BEG NRW) in Auftrag gegeben hatte. Die Studie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kreis Viersen und den Städten Krefeld, Willich und Mönchengladbach erstellt.

Ziel der Studie war es nach Angaben des Kreises Viersen, neben der ersten Untersuchung von Varianten auch mögliche Nutzerzahlen zu berechnen, weil das Land NRW seine Unterstützung für einen Radschnellweg von bestimmten Kriterien abhängig macht. So müssen den Radweg zum Beispiel im Durchschnitt 2000 Radfahrer pro Tag nutzen. Die Gutachter prognostizieren nun für den Radschnellweg Krefeld – Willich – Mönchengladbach sogar ein höheres Aufkommen: Zwischen Krefeld und dem Willicher Norden sind danach im Schnitt über 5000 Radfahrer pro Tag zu erwarten, im Bereich der Stadt Willich ist mit rund 3500 Radfahrern täglich zu rechnen. Entsprechend positiv beurteilen die Gutachter die Förderfähigkeit des Radwegs durch das Land.

  • Patrick Beckers, Christina Achtnich und Ralf
    Förderung im Kreis Viersen : 20 Vereine erhalten Finanzspritze von der NEW
  • Rechtsanwalt Christian Preisigke versteht die Haltung
    Fachanwalt klagt : Sparkasse Krefeld sitzt Zinsstreitigkeiten aus
  • Im Kreis Viersen sind zwei weitere
    Corona im Kreis Viersen : Corona jetzt in sieben Heimen — zwei weitere Tote

Die Radschnellverbindung soll in weiten Teilen auf oder entlang der ehemaligen Bahntrasse zwischen Mönchengladbach und Krefeld verlaufen. Sie wird die beiden Großstädte auf einer etwa 17 Kilometer langen Strecke über die Stadt Willich miteinander verbinden. Eine Radschnellverbindung ist baulich vom Auto-, aber auch Fußverkehr getrennt und verfügt über ausreichend Raum, anderen Radfahrern zu begegnen oder in der eigenen Richtung zu überholen – die Trasse muss vier Meter breit sein. Im Idealfall ist sie beleuchtet. Durch die möglichst gerade Führung ist eine konstant hohe Geschwindigkeit möglich. Besonders für Berufs- und Ausbildungspendler ist die Radschnellverbindung daher interessant.

Gregor Nachtwey, Technischer Beigeordneter in Willich betont: „Über die Verbindung werden zahlreiche Gewerbegebiete in Stadtrandlagen erschlossen. Viele Beschäftigte in den Betrieben erhalten somit eine echte Alternative zum Auto.“ In Willich soll die Studie am 10. Juni präsentiert werden. Unklar ist, ob das Gremium wegen der Corona-Pandemie tagt. Im Kreis Viersen wird die Studie im Planungsausschuss am 16. Juni vorgestellt und politisch beraten.

(rei)