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Stadt Willich: Streit ums Altpapier

Stadt Willich : Streit ums Altpapier

Die Willicher Verwaltung liegt bei der Frage der Papier-Abfallentsorgung weiter im Clinch mit der Firma Gerke. Die Stadt hat den Auftrag anderweitig vergeben, Gerke will weiterhin das Altpapier sammeln.

Kämmerer Willy Kerbusch teilte dem Ausschuss für Gebühren, Abgaben und Satzungen den aktuellen Stand der Maßnahmen mit: Die Stadt habe in den vergangenen Tagen Flyer direkt in die Briefkästen der Bürger verteilen lassen, in denen diesen das Vorgehen bei der Altpapier-Entsorgung erläutert wird: Da in Willich ab Beginn 2009 das Unternehmen Alba für die Altpapier-Entsorgung zuständig sein wird, sollen die Bürger nach der letzten Altpapier-Abholung im Dezember die bisherige grüne Tonne – Eigentum des Entsorgungsunternehmens Gerke – auf dem Bürgersteig stehen lassen. Gerke ist verpflichtet diese abzuholen.

Die Stadt bzw. Alba wird an jeden Haushalt rechtzeitig neue blaue Tonnen für das Altpapier verteilen. Der Hintergrund ist bekannt: Gerke versucht, in Willich eine Altpapier-Abholung auf eigene Rechnung zu organisieren und hatte dazu alle Bürger angeschrieben. Diese sollten sich mit einer beigefügten Antwortkarte bei Gerke melden und mitteilen, dass sie weiter die grüne Tonne nutzen wollen. Im Gegenzug verspricht Gerke, einen Teil des Papier-Verkaufserlöses für Willicher Organisationen zu spenden. Und „er hat‘s gemacht versehen mit Nettigkeiten wie: ich verlose Flachbildschirme unter denen, die sich anmelden“, beschrieb Kerbusch das Verhalten Gerkes.

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Dagegen argumentiert die Stadt bei den Bürgern, dass die ausgesprochen niedrige, gesamtstädtische Gebührenrechnung für die gesamte Abfallentsorgung nur zu halten sei, wenn – wie bisher – die Kommune einen Anteil des Altpapierverkaufserlöses erhalte. Um die Situation für die Bürger ganz verwirrend zu machen, bleibt Gerke in anderen Bereichen der Abfallentsorgung ein Auftragnehmer der Stadt, so Kerbusch. Lediglich der Altpapierbereich ist entfallen, weil das Unternehmen gar kein Angebot abgegeben hat. Kerbusch führte auch aus, dass die Stadt dem Unternehmer habe entgegenkommen wollen: Sie habe ihm angeboten, die grünen Tonnen zu kaufen. Das sei aber abgelehnt worden. Grundsätzlich arbeite Gerke weiter in Willich, aber „wir werden andererseits das Thema Papiertonne streitig mit ihm austragen“, so Kerbusch.

(RP)