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Stadtwerke Willich helfen Kollegen im Hochwasser-Gebiet

Mitarbeiter sammeln Spenden : Stadtwerke Willich helfen Kollegen im Hochwasser-Gebiet

Als ein Hilferuf eines Energieversorgungsunternehmens aus Euskirchen kam, machten sich vier Mitarbeiter der Stadtwerke Willich auf den Weg. Andere Mitarbeiter sammelten Spenden für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe.

Nach der Flutkatastrophe erreichte die Stadtwerke Willich ein dringender Hilferuf aus der Eifel: Die e-regio GmbH & Co. KG, Energieversorger aus Euskirchen, schrieb: „Bei dem Unwetter von Mittwoch ist neben zahlreichen Stationen und Versorgungsanlagen auch noch unser Firmenstandort in Kall stark zerstört worden. Wir bauen also gerade sowohl unsere eigene und auch die öffentliche Infrastruktur wieder auf. Um die große Anzahl an Hausanschlüssen zu kontrollieren, können wir Hilfe in Form von Netzbetriebsmonteuren als Unterstützung dringend gebrauchen.“

Dies löste bei den Stadtwerken Willich eine Welle der Empathie aus. Schnell fanden sich viele Freiwillige, die ihre Unterstützung anboten. Martin Bialkowki, Markus Harings, Kai Vedder und Dirk Wilms überprüften mit eigenen Montagefahrzeugen wenig später die Hausanschlusskästen und Unterverteilungen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten. Lars Lohrberg, technischer Leiter bei den Stadtwerken, ist stolz auf sein Team: „Es war gar keine Frage, dass wir helfen.“

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Während sich die Kollegen aus der Technik auf ihren Einsatz in Euskirchen vorbereiteten, wurde im Betriebsrat und Kollegenkreis intensiv über weitere Unterstützungsmaßnahmen diskutiert. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sich zuvor schon privat engagiert, sofort Sach- oder Geldspenden geleistet oder sich bereits am Wochenende nach den Überschwemmungen beispielsweise als Freiwillige des Technischen Hilfswerks (THW) auf den Weg gemacht, um vor Ort zu helfen. Trotzdem war das Bedürfnis groß, noch mehr zu tun.

In einer internen Umfrage kristallisierte sich schnell heraus, dass die Belegschaft in der aktuellen Notsituation spenden möchte. Betriebsratsvorsitzender Patrick Paulsen sagt: „Der Vorschlag zur Spende kam gleichzeitig von mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ In Summe gehen 11.387,50 Euro an das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“. Stadtwerke-Geschäftsführer Tafil Pufja zeigt sich erfreut über das Engagement seiner Mitarbeiter und sagt: „Allen vom Hochwasser Betroffenen wünsche ich für die nächste Zeit Mut und Kraft, um die Krise zu bewältigen.“

(RP)