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Tönisvorst: Stadtbücherei hat jetzt Lesepaten

Tönisvorst : Stadtbücherei hat jetzt Lesepaten

Kindern den Zugang zu Büchern zu erleichtern und auch die Kinder an Literatur heranzuführen, deren Eltern keinen Wert darauflegen, das ist das gemeinsame Ziel der 39 Lesepaten, die sich auf den Aufruf der Stadtbücherei Tönisvorst gemeldet haben. Im Ratssaal trafen sich 38 Frauen und ein Mann aus St. Tönis, Vorst und Forstwald jetzt zum ersten Mal.

Unterschiedliche Motivation

Die Motivation der Paten ist ganz unterschiedlich. "Lesen ist das A und O der Bildung", sagt Christiane Fuest. Die Grundschullehrerin legt viel Wert darauf, dass in ihrer Klasse täglich vorgelesen wird und will das künftig auch anderen Kindern anbieten. "Kinder sind so wissbegierig und interessiert", sagt Barbara Illgen, "und wenn ich frage: 'Woher weißt Du das?' lautet die Antwort oft: 'Aus einem Buch'." Dieses Wissen wolle sie vielen Kindern vermitteln. Aus einer anderen Motivation heraus hat Annemarie Rowell sich auf den Aufruf gemeldet. "Wir sind vor ein paar Jahren aus Osnabrück hierher gezogen", erzählt die St. Töniserin, "in der Bücherei habe ich mich gleich wohl gefühlt und ein Stück Zuhause gefunden, deshalb möchte ich jetzt etwas zurück geben." Aber nicht nur Kindern wollen die Ehrenamtler künftig vorlesen, auch die Senioren in den Altenheimen sollen von der großen Resonanz auf den Aufruf profitieren. "Hier sitzen so viele Menschen, nutzen Sie das", wandte sich Jutta Batzdorf an Carmen Alonso, Leiterin der Bibliothek. Die hatte die Paten nicht überfallen wollen, und zunächst kurze Vorlesenachmittage in der Bücherei für Vier- bis Sechsjährige und Vorlesestunden in Kindergärten vorgeschlagen. Nun sollen auch die Grundschulen und Altenheime angesprochen werden.

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Überrascht von Resonanz

In der Vergangenheit hat es bereits Vorlese- und Bastelnachmittage in der Stadtbücherei gegeben. "Die Nachmittage waren auf 20 Plätze begrenzt und immer schnell ausgebucht", erzählt Alonso. Da das dreiköpfige Büchereiteam mit weiteren Veranstaltungen an seine Grenzen gestoßen wäre, kam die Idee auf, Lesepaten zu werben. "Dass sich so viele melden, hätte ich nicht gedacht", war Alonso überrascht und erfreut zugleich.

Im Januar wollen die Paten sich zu einem Vorleseseminar geben, das die Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur durchführt. Anschließend werden die Termine bekannt gegeben, wann das kostenlose Angebot startet.

(WS03)