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Stadt Willich warnt vor Einbruch ins Eis

Gefahren des Winters in Willich : Stadt warnt vor dem betreten von Eisflächen

Die Stadt Willich appelliert an Bürger, auch dem „Wekelner See“ fernzubleiben. Dort besteht nicht nur die Gefahr, ins Eis einzubrechen, sondern es werden auch Wildtiere gestört.

Bei eisigen Temperaturen sind viele Wasserflächen zugefroren. Doch Stadtverwaltung und Feuerwehr raten zur Vorsicht, wenn es darum geht, rutschige Eisflächen zu erkunden. Warnschilder sowie Zäune an Seen, Tümpeln und anderen Gewässern sollten auf keinen Fall ignoriert werden: Das Betreten von Eisflächen sei nicht „aus Spaß“ verboten – es bestehe unter Umständen Lebensgefahr.

Immer wieder komme es vor, dass das Eis für Schlittschuhläufer oder Fußgänger nicht dick genug sei, um sie zu tragen: „Eisflächen sind nämlich erst ab etwa 15 Zentimeter durchgängiger Dicke tragfähig, und selbst bei 40 Zentimenter kann es im Gewässer stellen geben, die eben nicht tragfähig sind“, warnt die Stadtverwaltung. Im Ernstfall sei Eile geboten: Die sofort einsetzende Unterkühlung verhindere meist, dass sich die eingebrochene Person selbstständig befreien könne. Helfer sollten zunächst über die 112 Hilfe rufen, dann versuchen, dem Eingebrochenen einen Stock, eine Jacke oder ähnliches zum Festhalten zu geben. „Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten“, raten Stadt und Feuerwehr. „Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, und möglichst mit wenig ruckartigen Bewegungen in Richtung Ufer robben.“ Dann sollte man auf die Rettungskräfte warten. Experten warnen davor, sich selbst in Gefahr zu bringen.

Die Stadt bittet, auch dem „Wekelner See“, derzeit ebenfalls ein beliebtes „Eisziel“, fernzubleiben: Gewässer und Umgebung seien Rückzugsraum für Vögel, Amphibien und Insekten, deshalb sei das Betreten des eingezäunten Bereichs verboten.

(biro)