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Tönisvorst: Stadt der Lichter

Tönisvorst : Stadt der Lichter

Eine leuchtende Premiere feierte der Werbering St. Tönis am Freitagabend mit seiner ersten Lichternacht.Diese war genau wie das Late Night Shopping bis 23 Uhr sehr gut besucht.

Die St. Töniser Hochstraße glich am Freitagabend gegen 19 Uhr einer Einkaufsmeile in der Vorweihnachtszeit. Zahlreiche Menschen schlenderten gemütlich langsam an liebevoll dekorierten Schaufenstern und an 50 bunt illuminierten Fassaden vorbei. Sie machten sich ein Bild von der ersten St. Töniser Lichternacht.

Werberingvorsitzender Stefan Robben hatte in seinem Herrenmodengeschäft ebenso viel zu tun wie alle Einzelhändler an diesem Abend, um 23.10 Uhr verkaufte er noch zwei Jacken. "Mit so viel Resonanz hat niemand gerechnet, es war berstend voll in der City", sagte er am Samstag im RP-Gespräch. Die Besucher verspürten eine echte Gänsehautstimmung beim Anblick der Innenstadt — am Ende der Lichternacht war das fröhliche Strahlen auch an ihren Gesichtern abzulesen.

Würstchen wurden knapp

So auch bei Familie Rodewald, die eigentlich "nur etwas einkaufen" wollte, dann aber Glühwein trank und Waffeln aß. "Klasse", beschrieb Vater Gustav seinen ersten Eindruck. "Die haben sich viel einfallen lassen", meinte Corinna Kühl aus Anrath, die sich mit ihrer Tochter Aileen (8) am Lagerfeuer auf Strohballen sitzend eine Bratwurst schmecken ließ. 400 Würstchen in nur drei Stunden verkaufte der Serviceclub "Round Table" auf dem Rathausplatz. "Wir sind überwältigt vom Zuspruch", sagte Pressereferent Daniel Ponten. Zu später Stunde mussten sogar noch Würstchen von mehreren Metzgereien nachgeliefert werden.

Die Idee zur Lichternacht hatte Eric Arnold vom Damenmodengeschäft Pohl. "Die Beleuchtung hat die Düsseldorfer Firma Licht und Ton übernommen", erzählte er. Mit so viel Ansturm hatte auch Michaela Hörsch vom Geschenkidee-Laden "Le Petit" nicht gerechnet. Im Minutentakt kamen und gingen dort die Kunden. Blumen Hermes stellte Windlichter auf und lud ein zum Adventskranz-Gewinnspiel, während Heike Hölzl und ihr Team der Paracelsus-Apotheke lila beleuchtet vorm Geschäft standen: "Heute haben wir Zeit für Gespräche mit den Kunden", so Hölzl.

Trotz Gedränge war die Stimmung fröhlich und entspannt, jeder kam auf seine Kosten. "Das ist mal etwas ganz anderes", meinte auch Einzelhändlerin Marion Breuer-te Heesen. Interessant war auch die Anregung von Gustav Rodewald: "Dem Weihnachtsmarkt täte die Beleuchtung und ein verkaufsoffener Sonntag bestimmt auch gut."

Wiederholung folgt

Werbering-Chef Stefan Robben plant schon die nächste Lichternacht: "Nach diesem Erfolg wären wir blöd, wenn wir das nicht fortsetzen würden. Wir hatten das Gefühl, dass kein St. Töniser zu Hause geblieben ist." Frage des Tages

(RP)