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Tönisvorst: St. Tönis: Kundgebung gegen Rechts

Tönisvorst : St. Tönis: Kundgebung gegen Rechts

In St.Tönis haben gestern Nachmittag rund 60 Menschen an einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus teilgenommen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Solidarisch für Menschenrechte – gegen rechte Hetze! Antifaschistisches Engagement unterstützen – Nazis ächten“. Zu der Kundgebung hatten der Krefelder Ortsverein der Partei „Die Linke“ sowie die „Rot-Alternative Bewegung“ (RABE) Krefeld aufgerufen.

In St. Tönis haben gestern Nachmittag rund 60 Menschen an einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus teilgenommen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Solidarisch für Menschenrechte – gegen rechte Hetze! Antifaschistisches Engagement unterstützen – Nazis ächten“. Zu der Kundgebung hatten der Krefelder Ortsverein der Partei „Die Linke“ sowie die „Rot-Alternative Bewegung“ (RABE) Krefeld aufgerufen.

Anlass der Demonstration war die Steinattacke auf ein Wohnhaus in St. Tönis vor einer Woche. Wie berichtet, hatten Unbekannte die Scheiben der Haustür mit Steinen eingeschlagen und zerstört. Die Tat könnte einen rechtsextremen Hintergrund haben. Die Täter vermuteten offenbar, dass in dem Haus der Sprecher des Jugendverbandes der Partei „Die Linke“, „Linksjugend-Solid“, wohnt. Es handelte sich allerdings um eine andere Familie mit gleichem Nachnamen.

Der Sprecher ist inzwischen von seinem Amt zurückgetreten und hat verfügt, dass sein Name in der Berichterstattung nicht mehr genannt werden darf. Nach Darstellung der Partei habe der Jugendliche des öfteren „Begegnungen der braunen Art“ gehabt und habe mindestens zwei Mal fliehen müssen.

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Empört über die Steinattacke und die verbalen Angriffe auf den Jugendlichen sind auch Bürgermeister Albert Schwarz, Uwe Leuchtenberg (MdL), Günter Wolfs und Heinrich Josef Thelen für den Heimatbund. „Mit Entsetzen haben wird zur Kenntnis nehmen müssen, dass auch in unserer Stadt Neonazis nicht vor Gewalt und Einschüchterungsversuchen halt machen“, schreiben sie.

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 fänden sich regelmäßig zahlreiche Tönisvorster zusammen mit der Forderung „Nie wieder – wehret den Anfängen“. Der Versuch, Menschen einzuschüchtern und Angst zu verbreiten, müsse von allen Demokraten abgewehrt werden. „Wir sind sicher: Tönisvorst gibt Nazis keine Chance“, lässt das Quartett in einer Stellungnahme verkünden.

(RP)