St.-Sebastianus-Bruderschaft Schiefbahn feiert Schützenfest

Schützenfest: Ohne König und großen Zapfenstreich

In Schiefbahn wird ab Samstag wieder Schützenfest gefeiert. Der Vorstand der St.-Sebastianus-Bruderschaft und die 850 Schützen vor Ort hoffen, ab Dienstag wieder einen König inthronisieren zu können.

Ob König oder nicht: Auch in Schiefbahn ist das Schützenfest in erster Linie dazu da, dass man sich trifft oder wieder für einige Tage in die alte Heimat zurückkehrt, um gemeinsam zu feiern und über Gott und die Welt zu sprechen. Vom 16. bis 19. Juni ist es in Schiefbahn wieder so weit. Auch ohne einen amtierenden Schützenkönig wird dann garantiert eine Menge los sein.

„Auch wenn es kleinere Veränderungen gibt, wollen wir unseren Bürgern ein schönes Fest garantieren“: Der vom 1. Brudermeister Michael Klein angeführte Vorstand der St.-Sebastianus-Bruderschaft war sich schnell einig, dieses Brauchtumsfest auch ohne einen König durchzuführen. Und der Vorstand hat an ein paar Stellschrauben gedreht, wodurch es künftig nahezu jedem Schützen möglich ist, die Königswürde zu erringen.

Dennoch werden einige beim diesjährigen Heimatfest „blaues Blut“ in den Adern haben. Denn die beiden Prinzen, die die Schiefbahner Bruderschaft hat, rücken bald mehr in den Vordergrund. Dies sind der 20-jährige Jungschützenprinz Steffen Böttcher und der 14-jährige Schülerprinz und Tellschütze Max Mertens. „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, dann ganz vorne zu stehen“, sagt Steffen Böttcher von der Formation „uff jeht et“.

Das Ausbildungsziel von Steffen ist für die nächsten Tage Programm. Steffen möchte bald für den Bereich Kälte und Klima zum Mechatroniker werden. Und fürs Fest wünscht er sich natürlich ein trink- und marschierfreundliches Klima, nicht zu heiß. Außerdem kommt der amtierende Schüler-Bezirksprinz Fabian Mankertz, aus den Reihen der Sebastianer.

  • Erkrath : Bruderschaft lädt zum Schützenfest

Neben dem Rummel auf dem Jahrmarkt oder dem Betrieb bei den vielen Frühschoppen und Bällen im Festzelt – abends spielen die Bands „Heavens Club“ und erstmals am Montag und Dienstag „FarbTon“ – dürfte vor allem auch bei Frank und Angie Göllner einiges los sein. Die Beiden, die 2016 das Königspaar in Schiefbahn waren, haben vor einigen Monaten das Restaurant „Be dem Bur“ gepachtet. Und da zuletzt einige Lokale in Schiefbahn dicht gemacht hatten oder einen neuen Pächter suchen (die RP berichtete), haben jetzt dort über 25 Formationen ihr Wachlokal. „Be dem Bur“ heißt ferner das neue Bruderhaus der Sebastianer.

Wegen des fehlenden Königs brauchen die rund 850 eigenen Schützen erst einmal nicht den Stechschritt vor der Parade besonders zu proben. Auch den „Großen Zapfenstreich“ wird es am Montag nicht geben. Michael Klein: „Beides sind Ehrungen, die nur der Schützenmajestät zustehen.“ Wobei sich Klein sicher ist, dass es den Stechschritt vor der Tribüne am Dienstag nach hoffentlich erfolgreichem Königsvogelschuss wieder geben wird.

Was weiterhin dazu gehört, sind die farbenprächtigen Füllhörner – und auch die Aktion „Schützen helfen“, die es gemeinsam mit der St.-Johannes-Bruderschaft Niederheide seit 2010 gibt und die im Laufe der Zeit Schiefbahner Familien, Einzelpersonen oder sozialen Einrichtungen anonymisierte Hilfestellungen im Gesamtwert von rund 57.000 Euro möglich gemacht hatte.

Mehr von RP ONLINE