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Spende für den Willicher Naturschutzbund und Igel-Schutzarbeit

Igelstationen : Spende für den Willicher Naturschutzbund

Über eine Spende für die Igel konnte sich jetzt die Willicher Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) freuen. 425 Euro kommen der Igelhilfe zugute. Damit werden Igelstationen unterstützt, in denen sich Helfer seit Jahren um verletzte, kranke und kleine Igel kümmern.

Für die Kosten in Form von Medikamenten, Tierarzt und Futter kommen diese engagierten Bürger in Eigenregie auf. Dazu kommen Stunden von Zeit, die für die Versorgung der stacheligen Gesellen investiert werden. Das Geld kam durch eine Privataktion eines Bürgers zusammen. Der Willicher Hubertus Wuttke hatte seinerzeit, als die Vorfälle mit den mutwillig getöteten Igeln durch die Presse gingen, im Familien- und Freundeskreis Geld gesammelt, das für die Ergreifung des Täters bestimmt war. Da es dazu nicht kam, wollten die Spender das Geld dem Nabu Willich für ein Igelprojekt zukommen lassen. Gemeinsam mit Monica und Jack Sandrock sowie dem Igelfachmann Jörg Tilmans kam die Überlegung auf, bekannte Igelstationen zu unterstützen. Zur Spendenübergabe traf man sich am Igellehrpfad im Schlosspark Neersen. Wuttke war vom Igellehrpfad begeistert. Durch die Informationen bekomme der eine oder andere Bürger vielleicht Anregungen, etwas für die Igel im eigenen Garten zu tun. Besonders das Igelhaus als Überwinterungs- und Futterort zog sein Interesse an. Erschrocken war der Willicher über die durch Rasenmäherroboter verletzten Igel, die elendig ihren Verletzungen erliegen oder, wenn sie gefunden werden, aufwendig in den Igelstationen gepflegt werden. Tilmans beklagte in diesem Zusammenhang, dass die Landesregierung das Programm eingestellt hat, durch das Ärzte kostenlos Wildtiere wie Igel behandeln können. Daher sei es umso wichtiger, die stillen Igel-Helfer auch einmal finanziell zu unterstützen.

(tre)