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Aktion von Meyer Logistics aus Schiefbahn Spedition sensibilisiert Kinder für toten Winkel bei Lkw

Schiefbahn · Immer wieder hört man von schrecklichen Unfällen, bei denen Kinder auf dem Schulweg von einem Lkw erfasst werden. Die Spedition Meyer Logistics hatte jetzt Schulklassen zu Gast, um den Kindern die Gefahr bewusst zu machen, die vom eingeschränkten Sichtfeld im Fahrerhaus ausgeht.

 Die Klasse 4c der Astrid-Lindgren-Schule war beim Logistik-Unternehmen aus Schiefbahn zu Gast.

Die Klasse 4c der Astrid-Lindgren-Schule war beim Logistik-Unternehmen aus Schiefbahn zu Gast.

Foto: Norbert Prümen

„Legt euer Planenstück dort auf den Boden, wo ihr glaubt, sicher neben einem Lkw stehen zu können, wenn dieser rechts abbiegen möchte.“ Gewissenhaft kamen die Viertklässler der Astrid-Lindgren-Grundschule der Aufforderung Michael Meyer-Lingens, Geschäftsführer von Meyer Logistics aus Schiefbahn, nach und positionierten sich in sicherem Abstand zum großen 40-Tonner-Sattelzug auf dem Firmenparkplatz.

Mitarbeiter Patrick Splinter vollführte anschließend ein ganz normales Abbiegemanöver und zeigte die Schleppkurve in einem 90-Grad-Winkel – so wie es Alltag und Fahrroutine auf den Straßen ist. Bestürzt verfolgten die Schulkinder, dass die Reifen mehrere der Planenstücke schlicht überrollen. „Stellt euch vor, da hättet ihr jetzt gestanden. Der Fahrer hätte euch nicht sehen können, denn das ist der tote Winkel, den ihr kennen müsst“, betonte Michael Meyer-Lingen.

In dieser Woche hat das Schiefbahner Familienunternehmen wieder die Vorführ-Aktionen zum „Toten Winkel“ durchführen können. Am Dienstag besuchten die Viertklässler der Astrid-Lindgren-Schule den Parkplatz am Nordkanal und wurden von Meyer-Lingen und Splinter umfassend mit der Gefahr vertraut gemacht, die beispielsweise auf dem Schulweg auf sie lauert.

Die jungen Besucher wurden zuerst in zwei Gruppen geteilt – eine positionierte sich auf der Fläche rechts neben dem Lkw. Die Kinder der anderen Gruppe durften dann ins Fahrerhaus steigen und konnten praktisch nachvollziehen, welche Sichtflächen der Fahrer hat. „Man sieht nur den Hintersten im Spiegel“, fassten Catalina, Jan, Carlotta und Jule das Lernerlebnis aller zusammen. Auch über Pylone und Flatterband wurde die „Nicht-Sichtbarkeit“ bewusst gemacht.

„Wenn ihr das Gesicht des Fahrers nicht im Spiegel seht, sieht er euch auch nicht“, erklärte Meyer-Lingen: „Uns geht es darum, proaktiv zu handeln, bevor etwas passiert. Die Kinder haben nicht das Bewusstsein für die Gefahr und wissen nicht, dass die ganze Klasse nicht zu sehen ist“, sagte der Geschäftsführer über die Aktion. Lehrerin Michaela Granderath freut das: „Die Fahrradprüfung für die Kinder kommt im März. Da ist das als Vorinformation sehr hilfreich“, meinte sie.

Am Ende der ungewöhnlichen Unterrichtsstunde durften die Schüler ihre Warnwesten, die sie bereits auf dem Platz getragen hatten, behalten. Außerdem erhielten sie einen Turnbeutel mit Reflektoren und eine Info-Broschüre, um das Gelernte nachzulesen.

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