Stadt Willich: SPD: Nicht mehr Verkehr in Wekeln zulassen

Stadt Willich: SPD: Nicht mehr Verkehr in Wekeln zulassen

Die SPD sieht mögliche Verkehrsverbindungen von Niederheide nach Wekeln und umgekehrt skeptisch. Die Verwaltung hatte jüngst mögliche Pläne für eine neue Straße in verschiedenen Varianten vorgelegt. Diese würden jedoch aus Sicht der SPD-Fraktion Wekeln nicht ansatzweise entlasten. "Zudem bewegen sich die Kosten im Bereich um drei Millionen Euro weit jenseits des vertretbaren Rahmens", so die SPD.

Ulrich Bünstorf, SPD-Obmann im Planungsausschuss, findet zudem: "Eine neue Straße würde das Landschaftsschutzgebiet zwischen Wekeln und Niederheide praktisch durchschneiden." Außerdem beklagt die SPD-Fraktion, dass weitere Folgen der neuen Anbindung nicht absehbar sind. "Es ist anzunehmen, dass der Verkehr weit über die Schätzungen der Verwaltung hinaus ansteigt, damit würde Wekeln in keinster Art und Weise entlastet, sondern wesentlich stärker belastet", gibt Johannes Hafermann, SPD Wahkreisbetreuer in Wekeln, zu bedenken.

Während der Untersuchungen zur neuen Anbindung von Wekeln kam ebenfalls heraus, dass der Wirtschaftsweg "Am Klapptor" derzeit von circa 950 Fahrzeugen pro Tag illegal genutzt wird. Laut Gutachten rollt ein Großteil davon direkt ins Stahlwerk Becker. "Konsequent ist es nun, den illegalen Schleichverkehr zu unterbinden", meint Ulrich Bünstorf dazu. Um landwirtschaftlichen Verkehr nicht zu beeinflussen, schlägt die SPD-Fraktion vor, den Weg mittels eines einfachen Betonpollers zu sperren. Dieser könne von landwirtschaftlichen Maschinen ohne Weiteres überfahren werden, stelle im Gegenzug jedoch für Autoverkehr ein nicht zu überquerendes Hindernis dar.

(msc)
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