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Stadt Willich: SPD-Fraktionschef kritisiert Banken

Stadt Willich : SPD-Fraktionschef kritisiert Banken

Traditionell hatte die Willicher SPD zum Neujahrsempfang in den Schlosskeller Neersen eingeladen: Am Freitagabend trafen sich dort Vertreter vieler Vereine und Organisationen sowie der anderen Ratsfraktionen.

Alexander Oerschkes als Bürgermeister in Willich, Lothar Vauth als Landrat in Viersen und Udo Schiefner im Deutschen Bundestag – das sei seine „Vision 2009“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Dieter Röhrscheid, und „die absolute Mehrheiten der CDU in Willich und im Kreis werden gebrochen“, vervollständigte er seine Wahlwünsche für das neue Jahr.

Optimismus für 2009

Röhrscheid war auch wirtschaftlich optimistisch: Wenn man – wie mittlerweile – wirtschaftliche Schwierigkeiten erkannt habe, „muss gehandelt werden, dann glaube ich, geht die Krise in diesem Jahr schon zu Ende.“ Als Mittel dagegen favorisiere er den SPD-Vorschlag eines Deutschland-Fonds über 10 Milliarden Euro, so Röhrscheid. Kritisch sah er das momentane Verhalten der Geldinstitute gegenüber dem Mittelstand: „Es darf nicht sein, dass immer mehr kleine und mittlere Betriebe in die Liquiditätsfall geraten, weil Banken und öffentlich-rechtliche Geldinstitute ihnen die Kreditlinie wegen der Finanzkrise zurückstutzen“, so Röhrscheid an Hand eines Beispiels eines Handwerkers, das ihm bekannt geworden sei. In Richtung Willicher Politik forderte er, nicht auf die Ausbaupläne der Stadtbücherei und einer späteren Mediothek zu verzichten, „das sind notwendige Investitionen in die geistige Infrastruktur der Stadt.“

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Röhrscheid bedankte sich zum Schluss bei allen, die seinen Enkel Linus und seine Familie beim Kampf gegen die Krebserkrankung des Kindes unterstützt hatten. Linus habe den Kampf zwar verloren und das mache ihn immer noch traurig, aber „heute gilt es einen anderen Kämpfer zu unterstützen: Niklas Zischewski.“ Er bat um Spenden der Gäste für die Therapie des an Knochenkrebs erkrankten elfjährigen Jungen.

Nach Röhrscheid sprach der Bürgermeisterkandidat der SPD, Alexander Oerschkes: „Ich bin zarte 45 Jahre und habe etwas Übergewicht…“, beschrieb er sich selber – und dass er stolz auf seine beruflichen Erfolge im Bäckereibetrieb mit unter anderem acht Auszubildenden sei. Oerschkes forderte neben der Arbeit der Wirtschaftsförderung in den großen Gewerbegebieten eine stärkere Förderung der kleinen und mittelständischen Firmen. Als Handwerker habe er jetzt den Auftrag „Stadt Willich“ angenommen – „wenn ich ihn bekomme, werde ich ihn erfüllen.“

(RP)