Sommerfest des Neersener Turnerbundes

Veranstaltung im Jubiläumsjahr : Neersener Turnerbund: Regen hielt viele vom Besuch des Sommerfestes ab

Der Turnerbund sucht einen neuen Vorstand. Eine Option ist ein Zusammenschluss mit dem TV Anrath.

Der Neersener Turnerbund hat es nicht ganz leicht im 125. Jahr seines Bestehens. Dieses Jubiläum war bereits im Rahmen einer Feierstunde im Februar gewürdigt worden. Am Samstag stand das Sommerfest auf dem Programm. Und weil das Wetter so sommerlich ja nicht gerade war, blieb die Resonanz sehr verhalten. Es hörte zwar im Laufe des Vormittags auf zu regnen, aber die Skepsis, wie es denn weitergehen würde mit dem Wetter, hielt wohl viele potenzielle Besucher ab. Die Kinder kamen dank vieler Spiele auf ihre Kosten, und die Erwachsenen interessierte vor allem, wie es denn nun weitergehen wird mit dem Traditionsverein.

Der Neersener Turnerbund ist zeitgleich mit seinem 125-jährigen Bestehen in den Wechseljahren. Die Vorsitzende Hedi Schinken und ihr Stellvertreter Udo Lepke sind amtsmüde, Nachfolger aus den Reihen des Vereins sind nicht in Sicht. Das war das Hauptgesprächsthema. Dass Freddy Krüger vom Vorstand des Turnvereins Anrath zu den Gästen gehörte, hat einen guten Grund: Beide Vereine loten eine Zusammenarbeit aus. „Jeder Verein soll seine Selbstständigkeit behalten, aber es sollen Synergieeffekte genutzt werden“, erklärte Udo Lepke. Der 66-Jährige sieht die Verhandlungen auf einem guten Weg: „Der TV Anrath hat beispielsweise keine Tennisabteilung.“

Schläger und Bälle standen am Samstag für die Besucher zu einem unverbindlichen Probespiel bereit. Allerdings waren viel zu wenig Besucher da, die davon Gebrauch machen wollten. Die Kinder hatten Spaß an den Wurfspielen.

Udo Lepke informierte, was sich der Vorstand so alles hat einfallen lassen: „Wir haben Firmen kontaktiert, sie auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns im Verein anzumelden.“ Dabei konnte ein erster Erfolg verbucht werden: „Ein Unternehmen hat zehn Mitarbeiter angemeldet, zahlt für sie den Mitgliedsbeitrag.“ Derzeit werde unter anderem überlegt, ob vier entsprechend geeignete Übungsleiter Kurse anbieten können, die von den Krankenkassen finanziert werden. Ein weiterer Ansatz: Der Neersener Turnerbund mit seinen derzeit rund 600 Mitgliedern hat erste Kontakte zum Deutschen Roten Kreuz geknüpft, das das Neersener Altenheim führen wird. „In dieser Senioreneinrichtung, die an der Verresstraße errichtet werden soll, könnten Kurse des Neersener Turnerbundes angeboten werden, die auf die Bewohnerinnen und Bewohner zugeschnitten sind wie zum Beispiel Sitzgymnastik“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende.

Der ehemalige IBM-Projektmanager hält an seinem Beschluss fest, im nächsten Jahr den Vorstand des Neersener Turnerbundes zu verlassen. „Seinen“ Verein möchte er bis dahin zukunftsfest machen. Dazu soll die Zusammenarbeit mit dem Anrather Verein beitragen. Möglich wäre dann, was ein Verein allein nicht schultern könnte wie die Einstellung eines Vollzeittrainers.

In einer früheren Fassung dieses Artikels stand irrtümlicherweise ein falsches Bild. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Mehr von RP ONLINE