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Seit fünf Monaten leitet Cora Matthesen die Begegnungsstätte in Willich

Willich : Willich für Senioren lebenswert machen

Seit fünf Monaten leitet Cora Matthesen die Begegnungsstätte in Willich und will dort viele neue Angebote einführen.

Alles neu macht der Mai. Für die Begegnungsstätte Willich trifft dieser Spruch zu, denn im Wonnemonat übernahm dort Cora Matthesen die Leitung der Einrichtung. Fünf Monate später kann die 46-Jährige ein erstes positives Resümee ziehen. „Der Wechsel hatte anfangs einige Senioren verunsichert. Es ist nie einfach, wenn auf einmal ein neues Gesicht auftaucht. Aber inzwischen kennen mich unsere Besucher und sind, glaube ich, auch ganz zufrieden mit mir“, sagt Matthesen mit einem Lächeln.

Ihr und auch ihrem ebenfalls neuen Team – das neben Gabriela Zöller, die seit Juli auf 450 Euro-Basis mitarbeitet, sowie drei weiteren engagierten ehrenamtlichen Helfern besteht – ist es wichtig, Altbewährtes zu bewahren, aber auch neue Angebote in die Begegnungsstätte zu holen, um frischen Wind hineinzubringen. Matthesen, die selber Klavier spielt und sehr musikalisch ist, hat so das Offene Singen ins Leben gerufen. Mittwochs um 10 Uhr werden gemeinsam Volkslieder gesungen, die die Willicherin am Keyboard begleitet. „Uns ist ein Klavier zugesagt worden, was im Hinblick auf die vorweihnachtliche Zeit natürlich phantastisch wäre“, sagt Matthesen.

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Ganz frisch ist das Seniorencafé „Lure & Schwade“ eingezogen. Das öffnet seit Anfang September freitags von 14 bis 16 Uhr seine Türen, wobei nicht das Kaffeetrinken im Vordergrund steht, sondern sich kennenzulernen, auszutauschen sowie Ideen zur Freizeitgestaltung zu entwickeln. Soziale Kontakte sind das Stichwort. In Willich soll niemand vereinsamen, sondern wissen, es gibt eine Anlaufstelle, wo Ideen gehört werden und man sich auch der Alltagssorgen und Nöte von Bürgern annimmt.

„Wir suchen immer wieder Menschen, die sich mit einem Angebot ehrenamtlich in der Begegnungsstätte einbringen möchten. Sei es vielleicht ein Dia-Abend mit alten Aufnahmen von Willich, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen oder eine Gruppe, die regelmäßig Schach spielt. Englisch für Senioren wäre auch toll. Wir stehen allem offen gegenüber“, betont Matthesen. Die Begegnungsstätte bietet die Räumlichkeiten an, die Senioren, ob Anbieter eines Projektes oder Nutzer, müssen nur ihre Zeit mitbringen. Ein Mindestalter gibt es nicht“, bemerkt Zöller. Wenn zum Beispiel beim wöchentlichen Marktfrühstück auch Mütter mit ihren Kindern hereinschneien, wie es schon öfters passiert ist, freut dies alle.

Für den Herbst hat das Team um Matthesen einiges in der Planung. Neben den regelmäßigen Angeboten – wie die Gymnastik, die Handarbeitsgruppe „Flinke Finger“, das Gedächtnistraining, Karten spielen, Bingo oder Aquarellmalen – gibt es einige besondere Termine. So wird am 5. Oktober ein Heimatfilm über Willich gezeigt, und am 26. Oktober stehen Zwiebelkuchen und Federweißer im Mittelpunkt. Der klassische Spielnachmittag bekommt am 16. Oktober Besuch vom Deutsch-Lettischen Freundeskreis, der mit jungen Leuten aus Lettland, der Ukraine und Russland anreist. In Planung ist des Weiteren ein gemeinsames Kochen und Backen.

„Ab Januar wollen wir zusammen mit einem ehemaligen Philosophielehrer einmal im Monat einen philosophischen Kreis anbieten, und eine Willicher Studentin möchte gemeinsam mit den Senioren Biographiearbeit machen“, blickt Matthesen in die Zukunft. Ein erneutes Smartphone-Training hat sie ebenfalls ins Auge gefasst.

Aktuell steht die Arbeit am Ausflugsprogramm für das kommende Jahr an. Dazu gehört natürlich auch wieder eine Reise. Wobei die diesjährige Herbstreise nach Bad Wildungen ausgebucht ist. Eins ist jedenfalls klar: Das Team arbeitet motiviert und kreativ an der Zukunft der Begegnungsstätte Willich. Wobei es  sich über weitere ehrenamtliche Mitstreiter freuen würde, die mithelfen, Willich für Senioren lebenswert zu machen.