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Stadt Willich: Schulpartnerschaft zwischen Willich und Marugame

Stadt Willich : Schulpartnerschaft zwischen Willich und Marugame

Es war nur ein kurzes Kratzen auf dem Papier, aber für die Stadt Willich hat es eine immense Bedeutung. Im Trauzimmer des Neersener Schlosses erfolgte jetzt die Unterzeichnung des Schulpartnerschaftsvertrages zwischen dem Schiefbahner St. Bernhard-Gymnasium und der Schule Fujii-Gakuen in der japanischen Stadt Marugame. "Dass wir heute im Trauzimmer sind, wirft ein gutes Licht auf die Partnerschaft. Wir sind gekommen Ja zu sagen und zwar nachhaltig Ja zu sagen", betonte Margret Peters, die Schulleiterin des St. Bernhard- Gymnasiums, vor der Unterzeichnung des Vertrages, den sie von deutscher Seite gemeinsam mit dem Schulträger, den Maltesern, vertreten durch Patrick Hofmann, unterschrieb. Für die japanische Schule setzte Präsidentin Mutsuko Fujii ihre Unterschrift unter das Schriftstück, wobei sie die Urenkelin des Schulgründers ist.

Die 1924 gegründete Schule besuchen aktuell rund 1300 Schüler. Wie wichtig der Schule die neue Partnerschaft ist, verdeutlichte sie in dem mitgebrachten School Guide 2018. Das St. Bernhard-Gymnasium findet sich dort bereits mit zwei Bildern und einer entsprechenden japanischen Beschreibung wieder.

Peters sprach bei der Unterzeichnung im festlichen Rahmen von einer besonderen Ehre. Zu den bestehenden europäischen Schulpartnerschaften finde eine weitere globale Öffnung des Gymnasiums statt. Für Willich selber ist die Unterzeichnung der Schulpartnerschaft der erste Schritt in Richtung der angestrebten Städtepartnerschaft. Die Idee der Partnerschaft kam erstmalig bei einem Benefizkonzert für die Tsunami Opfer im Schloss Neersen im Jahr 2012 auf. "Der Bürgermeister von Marugame hat einmal gesagt, die Basis einer guten Partnerschaft sei die Jugend", erinnerte Bürgermeister Josef Heyes in seiner Ansprache. Auf diesem Fundament wollen die beiden Städte nun aufbauen, wie auch der Generalkonsul Mizuuchi hervorhob. "Wir haben eine Basis geschaffen, die zwei Städte aneinander näher bringt", sagte der Generalkonsul.

(tref)