Schützenfest in Schiefbahn-Niederheide

Sektion feiert : Niederheider Schützen trotzen dem Regen

Am Wochenende haben die Schützen der St.-Johannes-Bruderschaft Niederheide ihr Schützenfest gefeiert. In diesem Jahr besuchten zwölf Gastzüge die 400 Schützen in der Schiefbahner Sektion.

„Ich fühl mich wie zuhause, ich bin hier zuhause“ – Said Mohamud, der Schützenkönig der St.- Johannes-Bruderschaft Niederheide, blickte am Sonntagvormittag gut gelaunt und entspannt auf den ersten Teil des Schützenfestes in der Honschaft zurück. Die Schützen hatten dem Wetter ein Zugeständnis gemacht und den eigentlich geplanten Zug des gesamten Regimentes zum Ehrenmal und zur Kranzniederlegung geändert: Damit die Schützen nicht den ganzen Tag in durchnässten Uniform-Jacken mitmachen mussten, ging es nach der Wachparade direkt zum Frühschoppen mit den Familien ins Festzelt. Das Königshaus und eine Gruppe fuhren allerdings trotzdem zum Ehrenmal und legten den Kranz nieder, „das ist eine Tradition, und das machen wir in diesem Jahr mit einer kleinen Abordnung“, so der König. Musikalisch begleitet wurde die Kranzniederlegung von Sven Holland-Moritz (Germania Willich), der „Ich hatt’ einen Kameraden“ spielte.

Abgesehen von dieser Einschränkung waren König Said Mohamud, seine Minister Stefan Gehlen und Roman Smolarek sowie Königsoffizier Heinz Gehlen sehr zufrieden mit der „ersten Halbzeit“ des Festes.

Der traditionelle Auftakt – die Niederheider Sommernachtsparty unter freiem Himmel auf dem Festplatz – am Freitagabend war sehr gut besucht, die Band La Vida sorgte für beste Stimmung, und auch das Feuerwerk sei wieder gut gelungen, so der König.

Sehr glücklich war er auch über den Ablauf der Vorparade am Samstag – „das war super“ – und den anschließenden Ball mit den San Fernando Allstars: „Alle haben gefeiert, es war eine tolle Stimmung“, so der König. Beste Stimmung herrschte unter den beiden Wachzügen des Königshauses, die ein Kombi-Motto entwickelt hatten: „wer weet wann Germania kütt“.

Leo Schaps, Vizepräsident der Bruderschaft, hatte es geschafft, die große Gruppe der Gastzüge – insgesamt zwölf Abordnungen kamen am Samstag und Sonntag – im vergrößerten Zelt zu platzieren. Er freute sich auch darüber, dass die Kirmes besser bestückt war und wieder einen Auto-Scooter bot. Um alle eigenen Schützen und die Gäste zu versorgen, hatte die Bruderschaft zusätzlich einen Bierwagen auf dem Festplatz außerhalb des Zeltes aufgestellt.

Dass die Bruderschaft einen jungen König hat, komme bei den Schützen gut an, so Pressewart Sven Kurbitz: „Es sind mehr junge Leute im Zelt, und die Musik ist ein bisschen anders“, meinte er. Der König sei in der Bruderschaft sehr beliebt, und das trage sich in das Zelt hinein.

Traditionell wurden am Sonntagvormittag langjährige und verdiente Mitglieder der Schützenbruderschaft im Festzelt geehrt. Foto: Norbert Prümen

Tradition am Sonntagvormittag sind die Ehrungen – und die boten eine Besonderheit: Melanie Kunze, Schießmeisterin des Bezirksverbandes Willich-Krefeld-Meerbusch im Bund der historischen Schützenbruderschaften, überreichte Christian Schreiber (Schießmeister der Niederheider Schützen) das „Ehrenkreuz des Sports in Silber“ für seine Verdienste in der eigenen Gesellschaft und bei der Organisation mehrerer Bezirksschusswettbewerbe in Niederheide. Neues Ehrenmitglied der Bruderschaft ist der zweimalige König Richard Osburg.

Am Montag beginnt um 10 Uhr der Vogelschuss, um den Schützenkönig für 2020 zu ermitteln – diesbezüglich herrschte am Sonntag bereits Optimismus, denn es gebe einen Bewerber, verriet Pressewart Sven Kurbitz.

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